Ehre und StärkeBlackmoore
Rüstmeister Zigris
Bosse

Rüstmeister Zigris

Zigris war Jäger und Rüstmeister der Dunklen Horde. Nach dem Ersten Krieg spürte er Flüchtlinge aus Sturmwind auf und schlachtete sie wie Wild; später verwaltete er Vorräte in den Hallen, die er hasste, während er von dem Tag träumte, an dem seine Jagd wieder unter freiem Himmel beginnen würde.

Der Weg nach Untere Schwarzfelsspitze

Die Untere Schwarzfelsspitze war die ausgedehnte Kaserne der Dunklen Horde. In der alten Dunkeleisenfestung lebten Schwarzfelsorcs neben den Felsspitzogern und den Gluthauertrollen, während Spinnenbrut und Worgzucht ganze Gänge beherrschten. Rend Schwarzfaust nannte diese Streitmacht die wahre Horde, doch über ihren Lagern standen General Drakkisath, Oberanführer Wyrmthalak und schließlich Nefarian. So führte jeder Weg durch die unteren Hallen zugleich durch ein Bündnis, dessen einzelne Völker an die Machtpläne eines schwarzen Drachen gebunden waren. In Rüstmeister Zigris erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.

Nach dem Ersten Krieg lagen große Teile Sturmwinds in Trümmern, und Menschen flohen aus ihrer Heimat. Zigris machte diese Verwundbarkeit zu seinem Jagdgebiet. Er spürte Flüchtlinge auf und tötete sie wie Wild. Sein Ruf entstand nicht in einer ehrenhaften Schlacht zwischen Heeren, sondern in der Verfolgung jener, die bereits alles verloren hatten.

Vom Jäger zum Verwalter

In der Unteren Schwarzfelsspitze trug Zigris den Rang eines Rüstmeisters. Heil- und Manatränke, Waffenpläne, Kisten und weitere Vorräte lagen in seinem Bereich. Die Rolle verlangte Ordnung und Versorgungssinn. Der Mann, der Menschen über offenes Land gehetzt hatte, hielt nun den Nachschub einer Armee zusammen, die auf den nächsten Feldzug wartete.

Zigris verabscheute die klaustrophobischen Gänge des Schwarzfelsens. Die Festung schützte ihn und gab ihm Rang, war für den Jäger aber zugleich ein Käfig. Er war überzeugt, eines Tages wieder unter freiem Himmel jagen zu können. In dieser Hoffnung lag keine Läuterung. Er vermisste nicht Freiheit für alle, sondern den offenen Raum für seine eigene Gewalt.

Netze, Bomben und der Schuss auf Distanz

Im Kampf handelte Zigris wie ein Jäger, der sein Lager verteidigte. Netze hielten Beute fest, Bomben betäubten Gruppen und die Schusswaffe bestrafte jeden, der Abstand suchte. Heiltränke aus seinem Vorrat verlängerten den Widerstand. Sein Amt und seine frühere Profession griffen ineinander: Er wusste, wo alles lag, und wie man es gegen Eindringlinge einsetzte.

Mit Zigris fiel mehr als ein weiterer Orc. Die untere Spitze verlor einen Verwalter ihrer Versorgung. Pläne, Tränke und selbst ein gefangener Worgwelpe gingen in fremde Hände über. Der Jäger wartete auf seine Rückkehr ins Freie; stattdessen erreichte die Außenwelt ihn in seinem ungeliebten Lagerraum.