Der Weg nach Mechanar
Die Mechanar war das technische Kraftzentrum der Festung der Stürme. Nach Kael'thas' Eroberung lenkten Pathaleon und seine Leute Naaru-Maschinen, Manazellen und mechanische Wächter für die Pläne der Blutelfen um. Der Flügel zeigte, wie die Suche nach Heilung für den Magiehunger in ein System aus gestohlener Technik, Dämonenbündnissen und persönlichem Ehrgeiz überging. In Pathaleon der Kalkulator erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Die Schändung des Sonnenbrunnens stürzte die Blutelfen in Hunger und Verzweiflung. Pathaleon sah darin auch eine Gelegenheit, seinen Namen groß zu machen. Wenn er Kael'thas half, ein Heilmittel zu finden, würde die Rettung des Volkes zugleich sein persönlicher Triumph sein. Bereits am Anfang standen Fürsorge und Eitelkeit so dicht beieinander, dass jeder Erfolg beide nähren konnte.
Der rote Kristall am Himmelssturzgrat
Pathaleon überwachte Kael'thas' Experiment mit einem gewaltigen roten Kristall auf der Höllenfeuerhalbinsel. Seine Energie ließ Kolosse entstehen und bedrohte die Umgebung. Als die Expedition des Cenarius eingriff, rief Pathaleon Goliathon gegen sie. Der König der Kolosse fiel, und Druiden begannen das Land zu heilen. Für den Kalkulator war das Scheitern kein Anlass zum Ende, sondern nur eine neue Variable.
Am Feuerflügelposten setzte Pathaleon seine Arbeit fort. Aus Rache an den Druiden ließ er einen Prototyp der Manabombe im Cenariusdickicht explodieren. Forschung wurde nun ausdrücklich zur Vernichtung. Allianz und Horde zerstörten später seine Pläne und zündeten die eigentliche Bombe innerhalb des Postens, doch auch dieser Verlust beendete seine Stellung nicht.
Gesandter zwischen den Manaschmieden
Pathaleon übermittelte Kael'thas' Befehle an Kommandant Dämmerlicht, Arkanist Ardonis und die Manaschmieden des Nethersturm. Er koordinierte damit ein Netz zur Energiegewinnung, das weit über die Mechanar hinausreichte. Jede Anlage war Teil derselben Antwort auf den Magiehunger: mehr Macht sammeln, bevor jemand die moralischen und landschaftlichen Kosten vollständig berechnen konnte.
Zuletzt lenkte Pathaleon die Maschinen der Festung der Stürme. Naaru-Technik versprach eine Genauigkeit und Reichweite, die seine früheren Experimente übertraf. Kapazitus sicherte die Manazellen, Sepethrea beschwor Verteidiger, und die Torwächter schlossen den Aufzug. Der Kalkulator saß nicht allein am Ende eines Ganges; die gesamte Anlage war seine ausgedehnte Hand.
Menschen als Teil der Gleichung
Im Kampf entzog Pathaleon anderen Mana, übernahm ihren Willen und rief Nethererscheinungen. Selbst Gegner wurden zu Ressourcen oder vorübergehenden Werkzeugen. Wenn seine Lage aussichtslos wurde, schlug Kalkulation in verärgerten Zorn um. Der Mann, der alles messen wollte, konnte die eine Größe nicht akzeptieren, die seiner Rechnung widersprach: das eigene Scheitern.
Pathaleons Tod schwächte die Energieordnung der Festung und beendete die Leitung zahlreicher fehlgeschlagener Projekte. Er hatte einst ein Volk retten und dafür Anerkennung gewinnen wollen. Am Ende hinterließ er verwundetes Land, Tote durch eine Manabombe und eine besetzte Maschine. Die Rechnung war umfangreich, aber ihr Ergebnis einfach: Ruhm kann kein Heilmittel ersetzen, wenn der Weg zu ihm immer neue Wunden erzeugt.