Ehre und StärkeBlackmoore
Loom'ithar
Bosse

Loom'ithar

Loom'ithar ist eine von der Schattenwache veränderte Bestie, deren Körper arkane Energie in lebende Seide verwandelt. Naazindhri nutzt dieses Gewebe, um die Seelen der K'areshi an eine neue Armee zu fesseln.

Eine Bestie wird zum Werkzeug

Loom'ithar war kein zufällig in die Manaschmiede geratenes Wesen. Die Schattenwache hatte die Bestie über lange Zeit genetisch verändert und ihre Empfindlichkeit für magische Energie verstärkt. Aus einem lebenden Körper wurde ein Produktionsorgan der Schmiede. Arkane Kraft floss durch Loom'ithar und wurde in ein Gewebe verwandelt, das gewöhnliche Seide nur dem Aussehen nach nachahmte.

Diese lebende Seide besaß eine Eigenschaft, die für die Pläne der Schattenwache entscheidend war: Sie konnte Seelen halten. In einer Welt, deren Bewohner ihre körperliche Form bereits beim Untergang K'areshs verloren hatten, war ein solches Material ebenso wertvoll wie grausam. Es gab den Astralen Gestalt, entzog ihnen aber zugleich die Freiheit, selbst über diese Gestalt zu bestimmen.

Die Kultivierungskammern

Die Kultivierungskammern der Manaschmiede waren deshalb weder Stall noch Labor im gewöhnlichen Sinn. Hier wurde Leben so verändert, dass es die übrigen Teile der Anlage versorgen konnte. Loom'ithar nahm Energie auf, wob daraus Seide und lieferte Naazindhri den Stoff, mit dem sie ungebundene Seelen an den Dienst der Schattenwache fesselte.

Die Bestie stand damit zwischen der technischen und der seelischen Gewalt der Anlage. Araz brauchte Energie, Naazindhri brauchte Körper, und Salhadaar brauchte eine Armee. Loom'ithars Gewebe verband diese Bedürfnisse. Jeder neue Diener der Schattenwache trug einen Teil der Arbeit in sich, zu der dieses Wesen gezwungen worden war.

Lebendige Seide, gebundene Seelen

Für die K'areshi musste dieser Vorgang besonders bitter sein. Ihre Verwandlung in Astrale hatte einst ihr Überleben ermöglicht, aber sie hatte sie auch zu Wesen gemacht, deren Seelen und Körper nicht mehr untrennbar verbunden waren. Naazindhri nutzte genau diese Verletzlichkeit. Loom'ithars Seide gab den Seelen Halt, doch dieser Halt wurde zur Fessel.

So entstand die Armee der Schattenwache nicht allein durch Überzeugung oder freiwillige Hingabe an die Leere. Ein Teil ihrer Stärke beruhte auf geraubten Seelen, künstlichen Körpern und einer Bestie, die fortwährend das Material für neue Bindungen erzeugte. Die Manaschmiede machte aus dem Überleben der K'areshi einen Mechanismus ihrer Versklavung.

Das Ende der Produktion

Als Loom'ithar fiel, endete die Versorgung Naazindhris mit lebender Seide. Die bereits gebundenen Diener wurden dadurch nicht sofort frei, doch die Schattenwache verlor die Möglichkeit, ihre Verluste auf dieselbe Weise zu ersetzen. Ein entscheidendes Glied zwischen der Energie der Schmiede und ihrer Armee war zerbrochen.

Loom'ithars Geschichte blieb dennoch die eines missbrauchten Wesens. Die Bestie hatte Salhadaars Krieg nicht gewählt. Sie war verändert worden, bis ihr Körper nur noch nach dem Zweck beurteilt wurde, den andere ihm gegeben hatten. Ihr Tod öffnete den Weg tiefer in die Schmiede und beendete zugleich eine Form der Herstellung, in der Leben nicht als Leben, sondern als Material galt.