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Mutter Glimmernetz
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Mutter Glimmernetz

Mutter Glimmernetz war eine uralte Kristallspinne, deren Bau Dunkeleisenzwerge vor Jahrhunderten aufbrachen. In den verlassenen Tunneln der Schwarzfelsspitze wuchs ihre Brut zu einem eigenen Reich heran, das selbst die Soldaten der Dunklen Horde nur mit Furcht durchquerten.

Der Weg nach Untere Schwarzfelsspitze

Die Untere Schwarzfelsspitze war die ausgedehnte Kaserne der Dunklen Horde. In der alten Dunkeleisenfestung lebten Schwarzfelsorcs neben den Felsspitzogern und den Gluthauertrollen, während Spinnenbrut und Worgzucht ganze Gänge beherrschten. Rend Schwarzfaust nannte diese Streitmacht die wahre Horde, doch über ihren Lagern standen General Drakkisath, Oberanführer Wyrmthalak und schließlich Nefarian. So führte jeder Weg durch die unteren Hallen zugleich durch ein Bündnis, dessen einzelne Völker an die Machtpläne eines schwarzen Drachen gebunden waren. In Mutter Glimmernetz erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.

Lange bevor Rend Schwarzfaust seine Dunkle Horde in der Spitze sammelte, gruben Dunkeleisenzwerge durch den Berg. Dabei brachen sie in Glimmernetzes Behausung ein und ließen die gewaltige Kristallspinne in die Hallen gelangen. Was für die Zwerge vielleicht nur ein weiterer Stollen gewesen war, wurde für alle späteren Bewohner zu einer Grenze, die sich nicht wieder schließen ließ.

Jahrhunderte ungehinderter Brut

Glimmernetz blieb nicht allein. Über Generationen füllten ihre Nachkommen die Tunnel. Nester, Fäden und kleine Körper verwandelten verlassene Gänge in einen eigenen Lebensraum. Die Spinnen brauchten keinen Pakt mit Rend oder Nefarian. Sie waren älter als deren Herrschaft und nutzten jede politische Unruhe nur als weitere Zeit, in der niemand ihren Bau zurückeroberte.

Selbst Schwarzfausts Truppen fürchteten den Weg durch Glimmernetzes Gebiet. Diese Furcht sagt mehr über ihre Größe aus als jeder Titel. Orcs, die sich für die wahre Horde hielten und gegen Zwerge in den Krieg ziehen wollten, bewegten sich vorsichtig durch die Tunnel einer Mutter, deren Macht nicht aus Strategie, sondern aus unaufhörlicher Vermehrung entstand.

Glimmernetzes Gift blieb nicht bei einem einzelnen Opfer. Es lähmte einen Befallenen in wiederkehrenden Wellen und konnte nahe Gefährten ebenfalls festsetzen. Der Körper der Mutter setzte den Rhythmus für eine ganze Gruppe. Wer nur auf ihre Fänge achtete, übersah, dass ihr gefährlichster Angriff die Gemeinschaft der Gegner gegeneinander in eine Kette aus Nähe und Ansteckung verwandelte.

Der Tod setzt die nächste Generation frei

Als Glimmernetz fiel, brachen junge Spinnen aus ihrem Körper hervor. Selbst ihr Ende war damit keine saubere Auslöschung der Brut, sondern eine Geburt. Das Bild fasst ihr Reich zusammen: Jeder Versuch, die Mutter zu töten, musste zugleich mit dem Leben rechnen, das sie bereits für die Zeit nach ihrem Tod vorbereitet hatte.

Rend, Wyrmthalak und Nefarian führten Befehlslisten und planten Feldzüge. Glimmernetz brauchte nichts davon. Sie beherrschte ihre Tunnel, weil ihre Brut dort überall war. Ihre Niederlage öffnete den Weg durch die Spitze, doch die Geschichte ihres Reiches erinnert daran, dass Festungen nie nur den Völkern gehören, die ihre Banner an die höchsten Mauern hängen.