Wilfred Zischknalls großer Auftritt
Nach dem Sieg über die Bestien sollte Magister Wilfred Zischknall eine weitere kontrollierte Prüfung liefern. Der gnomische Hexenmeister wollte beweisen, dass er einen mächtigen Dämon beschwören und beherrschen konnte. Vor Tirion, den Fraktionsführern und den versammelten Zuschauern öffnete er ein Portal und rief Lord Jaraxxus in die Arena.
Zischknall unterschätzte den Eredar vollständig. Jaraxxus ließ sich nicht in die Rolle eines dressierten Gegners zwingen. Er tötete den Hexenmeister unmittelbar nach seiner Ankunft und wandte sich dann gegen die Teilnehmer des Turniers.
Ein Eredar der Legion
Jaraxxus gehörte zu jenem Volk, aus dem auch Kil'jaeden und Archimonde hervorgegangen waren. Die Eredar von Argus hatten sich der Brennenden Legion angeschlossen und verbanden große arkane Begabung mit Teufelsmagie. Selbst ein einzelner Eredarlord konnte Portale öffnen, Höllenbestien rufen und eine ganze Streitmacht beschäftigen.
Aus Prüfung wird Ernst
Jaraxxus beschwor Herrinnen der Schmerzen, öffnete Portale für weitere Dämonen und ließ Höllenvulkane aus dem Boden brechen. Das Turnierpublikum sah nicht länger eine geplante Auswahl. Ein Fehler des eigenen Lagers hatte einen Agenten der Legion mitten in das wichtigste Heerlager Nordends gesetzt.
Jaraxxus fiel, doch Zischknalls Tod blieb als Warnung zurück. Macht, die man herbeirufen kann, ist nicht automatisch Macht, die man kontrolliert. Der Vorfall war besonders bitter, weil dieselbe Selbstüberschätzung schon früher Tore für die Legion geöffnet hatte. Selbst im Krieg gegen den Lichkönig blieb die alte Versuchung bestehen, gefährliche Kräfte als Abkürzung zu benutzen.