Der Weg nach Obere Schwarzfelsspitze
Die Obere Schwarzfelsspitze war Rends Thronsaal und zugleich Nefarians Vorhof. Hinter dem Siegel des Aufstiegs lagen eine gefesselte Feuerwache, die Brutstätte des schwarzen Drachenschwarms, eine Arena für Rends große Inszenierung und Drakkisaths militärisches Zentrum. Die Orcs nannten Rend Kriegshäuptling, doch Dracheneier, chromatische Brut und eine Befehlskette bis zu Nefarian zeigten, wem die Festung tatsächlich diente. In Die Bestie erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Die Bestie stammte aus Ragnaros' Machtbereich. Im Krieg um den Schwarzfels fiel der Kernhund Nefarians Truppen in die Hände. Wie Glutseher wurde er nicht einfach getötet. Der schwarze Drachenschwarm erkannte, dass ein lebender Diener des Gegners zugleich Forschungsobjekt, Unterhaltung und künftige Waffe sein konnte.
Folter als Vergnügen
Nefarians Drachenbrut quälte den Kernhund mit barbarischer Freude. Die Schmerzen dienten nicht nur der Dressur. Seine Peiniger genossen den Vorgang. Dass die Bestie unter unvorstellbarer Qual bei klarem Bewusstsein blieb, machte sie für diese Grausamkeit offenbar noch interessanter.
Schließlich wurde der Kernhund so weit umerzogen, dass er die oberen Hallen gegen Eindringlinge verteidigte. Diese neue Aufgabe darf nicht mit freiwilliger Treue verwechselt werden. Die Bestie bewachte die Festung jener, die sie gebrochen hatten. Ihre Wildheit war echt, aber Nefarian hatte entschieden, gegen wen sie gerichtet wurde.
Pip Flinkwitz im Bauch
Der Gnom Pip Flinkwitz geriet in die Gruben am Geschmolzenen Übergang und wurde im Ganzen verschlungen. Ein lavafester Anzug bewahrte ihn vor Hitze und Verdauung. So lebte er wochenlang im Bauch des Kernhunds, eingeschlossen in einem wandelnden Gefängnis, während die Bestie weiter durch den Schmelzofen streifte.
Abenteurer töteten die Bestie und konnten Pip erst befreien, indem ein außergewöhnlich kundiger Kürschner den massiven Körper öffnete. Der Gnom trat aus dem Tier hervor, das für ihn zugleich Raubtier, Schutz vor der Lava und Kerker gewesen war. Seine Rettung gab der Niederlage des Kernhunds ein menschliches Gesicht, löschte aber nicht dessen eigene lange Gefangenschaft.
Zwei Opfer, nur eines kehrt heim
Pip überlebte. Die Bestie nicht. Das macht den Kampf moralisch nicht ungeschehen, aber erzählerisch vollständiger. In Nefarians Schmelzofen trafen zwei Gefangene aufeinander: einer im Körper des anderen, beide durch die Pläne des schwarzen Schwarms an diesen Ort gebunden. Der Sieg rettete den Gnom und beendete zugleich das Leiden eines Wesens, das Nefarian zur Waffe gegen seinen Willen gemacht hatte.