Wenn die Seuche Wurzeln schlägt
Die Seuche der Geißel verwandelte nicht nur Menschen in Untote. Sie drang in Böden, Tiere und Pflanzen ein und veränderte ganze Landschaften. Loatheb war ein besonders mächtiges Beispiel dieser verdorbenen Flora: ein riesiger Pilz- und Sumpfwanderer, dessen Wachstum nicht Leben hervorbrachte, sondern Verfall verbreitete.
In Naxxramas stand Loatheb am Ende jener Hallen, in denen Noth, Heigan und andere Diener Kel'Thuzads Krankheiten entwickelten. Seine Stellung war folgerichtig. Nach Laboren und Seuchenmaschinen wartete ein Wesen, bei dem die Krankheit selbst lebendig geworden war. Loatheb musste keine Fässer mehr verteilen; seine bloße Gegenwart verwandelte den Raum in ein feindliches Klima.
Heilung wird zur Ausnahme
Loathebs Miasma unterdrückte magische Heilung fast vollständig. Nur kurze Augenblicke blieben, in denen Wunden geschlossen werden konnten. Gleichzeitig erzeugte er Sporen, deren Zerstörung seinen Gegnern vorübergehend Kraft verlieh. Diese Verbindung war eine boshafte Nachahmung natürlicher Kreisläufe: Aus Sporen kam Stärke, aber nur innerhalb einer Umgebung, die jede Erholung gegen ihre Bewohner richtete.
Loatheb brauchte keine Armee anzuführen. Seine Bedeutung lag darin, was geschehen wäre, wenn die Geißel solche Organismen dauerhaft außerhalb von Naxxramas verbreitet hätte. Ein befallener Wald oder Acker konnte zu einer eigenen Quelle der Seuche werden. Die Natur, auf die Überlebende angewiesen waren, hätte Krankheit nicht nur getragen, sondern selbstständig erneuert.
Die verdorbene Form von Erneuerung
Loatheb besitzt keine bekannte Vergangenheit als Person. Seine Geschichte liegt im Gegensatz zwischen dem, was Pilze und Pflanzen gewöhnlich tun, und dem, wozu die Geißel sie machte. Zersetzung kann in der Natur neues Leben ermöglichen. Bei Loatheb führte sie nur zu weiterer Ansteckung. Darin lag die eigentliche Gefahr des Seuchenviertels: Der Tod sollte nicht enden, sondern sich selbst ernähren.