Ehre und StärkeBlackmoore
Kormrok
Bosse

Kormrok

Kormrok war ein uralter Magnaron, den das Versprechen größerer Macht in den Tanaandschungel lockte. In Gul'dans Teufelstümpeln fand er keine Erfüllung, sondern eine Verderbnis, die seinen gewaltigen Körper zur Waffe der Höllenfeuerzitadelle machte.

Ein Riese aus Draenors Frühzeit

Magnaron gehörten zu den ältesten riesenhaften Wesen Draenors. In ihrer Abstammung lebte ein Rest jener gewaltigen Lebensformen fort, die aus dem Zusammenstoß zwischen dem Sporenhügel und Aggramars Schöpfung hervorgegangen waren. Sie waren stärker als die meisten sterblichen Völker und betrachteten kleinere Wesen oft kaum als gleichwertig.

Kormrok war selbst unter diesen Riesen außergewöhnlich mächtig. Lange streifte er durch Draenor, bis ihn die wachsende Teufelsenergie im Tanaandschungel anzog. Er suchte sie nicht aus Treue zu Gul'dan. Er folgte dem Versprechen, seine eigene Kraft noch weiter zu steigern.

Die Tümpel unter der Zitadelle

Unter der Höllenfeuerzitadelle sammelte sich Teufelsenergie in verschieden gefärbten Becken. In ihnen wurden Gefangene, Dämonen und misslungene Diener verändert oder vernichtet. Kormrok tauchte in diese Tümpel ein und nahm ihre Kraft in seinen Körper auf.

Jedes Bad verlieh ihm neue Fähigkeiten, griff aber auch tiefer in seine Gestalt ein. Seine Haut, seine Bewegungen und selbst sein Wille wurden von der Verderbnis geprägt. Was er als freiwillige Vergrößerung seiner Macht begonnen hatte, band ihn immer enger an den Ort und an jene, die diese Energie kontrollierten.

Gul'dans neuer Wächter

Für Gul'dan war Kormrok ein willkommenes Geschenk. Der Hexenmeister musste den Magnaron nicht erst aus einem fernen Land verschleppen. Kormroks eigener Hunger hatte ihn in die Zitadelle geführt. Gul'dan brauchte ihm nur weiter jene Macht zu geben, die er suchte, und erhielt dafür einen Wächter von gewaltiger Stärke.

Kormrok bewachte die tieferen Zugänge der Festung. Dort konnte er auf mehrere Teufelstümpel zurückgreifen und seine Angriffe mit deren Kraft verändern. Die Umgebung war deshalb Teil seines Körpers geworden: Wenn er in ein Becken sprang, kehrte er mit einer anderen Form der Verderbnis zurück.

Der Riese fällt

Die Angreifer mussten Kormrok von den Tümpeln fernhalten und zugleich den Schlägen eines Wesens standhalten, das selbst ohne Teufelsmagie Mauern hätte einreißen können. Seine Hände griffen aus dem Boden, verseuchte Runen breiteten sich aus, und jede neue Energiequelle machte den Kampf unberechenbarer.

Schließlich erschöpfte sich auch die Kraft des Magnaron. Kormrok fiel zwischen den Becken, die ihn angelockt und verdorben hatten. Mit ihm verlor Gul'dan einen mächtigen Wächter, und der Weg zu den inneren Versammlungsräumen der Zitadelle wurde frei.

Macht, die keinen Besitzer unangetastet lässt

Kormroks Geschichte begann nicht mit Zwang. Er entschied selbst, der Teufelsenergie zu folgen. Diese Freiheit macht sein Ende nicht weniger tragisch, sondern verständlicher. Er sah die Macht, nicht den Preis, und glaubte, ein Wesen seiner Größe könne die Verderbnis benutzen, ohne von ihr benutzt zu werden.

Die Legion gewann häufig auf diese Weise. Sie versprach nicht jedem Diener dasselbe. Dem Verzweifelten bot sie Rettung, dem Ehrgeizigen Herrschaft und einem Magnaron noch größere Stärke. Kormrok erhielt, was er suchte, bis von seinem eigenen Weg kaum mehr übrig war als die Aufgabe, einen fremden Krieg zu bewachen.