Ehre und StärkeBlackmoore
Keli'dan der Zerstörer
Bosse

Keli'dan der Zerstörer

Keli'dan war Magtheridons unbarmherziger Kerkermeister. Nachdem Illidan den Grubenlord gestürzt hatte, brauchte er einen Orc, der den ehemaligen Herrscher der Scherbenwelt unter der Höllenfeuerzitadelle gebunden hielt. Keli'dan galt als die einzige Wahl und führte mit fünf Schattenmondkanalisierern das Ritual über dem Gefangenen.

Der Weg nach Blutkessel

Unter der Höllenfeuerzitadelle lag der Blutkessel, eine Fabrik für die Höllenhorde. Magtheridon war dort gefangen und wurde ausgeblutet, damit sein dämonisches Blut Orcs schneller verdarb. Zwischen Zellen, Laboren und Keli'dans Ritualen wurde aus Kargaths Armee kein freiwilliges Bündnis, sondern eine Produktionslinie, in der Zweifel ausgelöscht, Körper umgeformt und jeder Widerstand zum nächsten Versuchsmaterial gemacht wurde. In Keli'dan der Zerstörer erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.

Magtheridon hatte die Scherbenwelt beherrscht, bis Illidan ihn besiegte. Den Grubenlord zu töten hätte jedoch seine nutzbare Macht vernichtet. Illidan ließ ihn unter der Zitadelle einsperren, wo Blut und Energie weiter ausgebeutet werden konnten. Aus dem gestürzten Herrscher wurde die Quelle jener Orcarmee, die nun seine Bezwinger bewachte.

Die einzige mögliche Wahl

Ein Gefangener wie Magtheridon konnte keinem gewöhnlichen Wächter überlassen werden. Keli'dan war so standhaft und rücksichtslos, dass Illidans Kräfte ihn als einzige mögliche Wahl betrachteten. Seine Aufgabe verlangte nicht nur Mut vor einem Grubenlord, sondern die Bereitschaft, jeden Tag eine Folterordnung aufrechtzuerhalten.

Fünf Kanalisierer des Schattenmondklans umgaben Keli'dan und stärkten das Teufelsritual. Solange sie wirkten, blieb der Zerstörer außerhalb des unmittelbaren Kampfes. Die Szene machte die Struktur des Kerkers sichtbar: Kein einzelner Orc hielt Magtheridon. Eine ganze Gruppe verband ihre Magie, damit der Gefangene unter ihnen weiter Blut lieferte.

Der Kerkermeister beendet die Zeremonie

Erst als alle Kanalisierer gefallen waren, brach Keli'dan das Ritual ab und griff selbst an. Damit erhielt jede Störung einen gefährlichen Preis. Wer die magischen Fesseln schwächte, zwang den Mann hervor, der sie mit eigener Gewalt verteidigte.

Keli'dan überzog die Gruppe mit Schattenmagie und schloss sich zeitweise in eine unverwundbare Bannung ein, während eine gewaltige Feuerexplosion heranwuchs. Die Gegner mussten fliehen, bevor der Raum selbst brannte. Der Kerkermeister verband Kontrolle und Vernichtung: erst festhalten, dann jeden bestrafen, der zu nah geblieben war.

Der Weg zum Gefangenen

Mit Keli'dans Tod endete die oberste Wache des Blutkessels. Magtheridon war noch nicht frei, denn sein eigentliches Gefängnis lag tiefer und wurde von weiteren Kanalisierern gehalten. Doch die Produktionslinie der Höllenhorde war durchbrochen, und der Weg führte nun vom ausgebeuteten Blut zu dem Wesen, aus dessen Körper Kargaths neue Armee geschaffen worden war.