Ehre und StärkeBlackmoore
Halycon
Bosse

Halycon

Halycon war die mächtige Höhlenmutter der Blutäxte und Gefährtin Gizruls. Aus ihrer langen Zuchtlinie gingen zahllose Angriffsreittiere der Dunklen Horde hervor. Das Gerücht, ein Grubenlord habe sie Rend geschenkt, blieb unbelegt, doch ihre Größe ließ selbst erfahrene Orcs an einen dämonischen Ursprung glauben.

Der Weg nach Untere Schwarzfelsspitze

Die Untere Schwarzfelsspitze war die ausgedehnte Kaserne der Dunklen Horde. In der alten Dunkeleisenfestung lebten Schwarzfelsorcs neben den Felsspitzogern und den Gluthauertrollen, während Spinnenbrut und Worgzucht ganze Gänge beherrschten. Rend Schwarzfaust nannte diese Streitmacht die wahre Horde, doch über ihren Lagern standen General Drakkisath, Oberanführer Wyrmthalak und schließlich Nefarian. So führte jeder Weg durch die unteren Hallen zugleich durch ein Bündnis, dessen einzelne Völker an die Machtpläne eines schwarzen Drachen gebunden waren. In Halycon erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.

Tief in der unteren Spitze lag Halycons Nest. Dort lebte die rote und schwarze Worgin zwischen Wächtern, Welpen und den Spuren vieler Würfe. Für die Blutäxte war sie nicht nur ein Tier. Ihre Nachkommen wurden zu Angriffsreittieren und machten aus ihrer Höhle einen entscheidenden Teil der militärischen Versorgung.

Eine lange Linie aus Wildheit und Treue

Halycon stammte aus einer Zuchtlinie, die über Jahre auf Größe, Wildheit und Loyalität ausgerichtet worden war. Jeder neue Wurf setzte diese Auswahl fort. Die Dunkle Horde formte damit nicht nur Soldaten durch Ausbildung, sondern ganze Generationen von Tieren durch Zucht. Halycons Körper war zugleich Mutter, Waffe und Ursprung künftiger Waffen.

Unter den Orcs hieß es, Halycon sei ein dämonischer Hund, den ein Grubenlord der Brennenden Legion Rend Schwarzfaust geschenkt habe. Belegt ist diese Herkunft nicht. Das Gerücht bleibt dennoch wichtig, weil es zeigt, wie ihre Umgebung sie wahrnahm: zu groß und zu furchterregend, um bloß das Ergebnis geduldiger Zucht zu sein.

Gizrul im Schatten

Halycons Gefährte Gizrul lebte zurückgezogen und zeigte sich nur selten. Gemeinsam zeugten beide einige der größten Worgs der orcischen Geschichte. Ihre Bindung war mehr als ein Zuchtplan. Als Halycon fiel, hallte ihr letzter Laut durch die Gänge und rief Gizrul aus seinem Versteck.

Halycons Zusammenbruch beendete den Kampf nicht. Ein wütendes Heulen antwortete aus der Ferne, bevor Gizrul heranstürmte. So führte ihr Tod unmittelbar zur nächsten Begegnung. Die Gefährten wurden nacheinander bekämpft, doch erzählerisch gehörten beide zu demselben Augenblick: Die Mutter fiel, und der Vater ihrer Brut kam zu spät, um sie zu retten.

Ein Nest wird zum militärischen Verlust

Mit Halycon und Gizrul verlor die Dunkle Horde nicht nur zwei mächtige Bestien, sondern das Herz ihrer Worgzucht. Welpen und bestehende Reittiere blieben, doch die Linie, auf die die Blutäxte ihren Stolz setzten, war gebrochen. In einer Festung voller Generäle zeigte Halycon, dass Kriege auch in Nestern vorbereitet werden.