Ehre und StärkeBlackmoore
Goraluk Hammerbruch
Bosse

Goraluk Hammerbruch

Goraluk Hammerbruch war der Schmied der Schwarzfelsorcs, der seine Seele dem Satyr Lorax versprach. Er brach den Handel, floh mit einer noch ungeschmiedeten runenbedeckten Brustplatte in die Obere Schwarzfelsspitze und machte dadurch aus einer dämonischen Vereinbarung einen offenen Streit um Seele, Rüstung und Handwerksmacht.

Der Weg nach Obere Schwarzfelsspitze

Die Obere Schwarzfelsspitze war Rends Thronsaal und zugleich Nefarians Vorhof. Hinter dem Siegel des Aufstiegs lagen eine gefesselte Feuerwache, die Brutstätte des schwarzen Drachenschwarms, eine Arena für Rends große Inszenierung und Drakkisaths militärisches Zentrum. Die Orcs nannten Rend Kriegshäuptling, doch Dracheneier, chromatische Brut und eine Befehlskette bis zu Nefarian zeigten, wem die Festung tatsächlich diente. In Goraluk Hammerbruch erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.

Goraluk war kein namenloser Arbeiter an Rends Öfen. Als Schmied des Schwarzfelsens wollte er eine Rüstung schaffen, deren Runen mehr als gewöhnlicher Stahl tragen konnten. Für dieses Vorhaben wandte er sich an Lorax, einen Satyr, der Wissen über die Dämonenschmiede besaß. Schon die Wahl des Lehrers machte aus Handwerk einen gefährlichen Handel.

Die Seele als Preis

Lorax verlangte Goraluks Seele. Der Orc stimmte zu und erhielt Zugang zu jenem Wissen, mit dem eine runenbedeckte Brustplatte in dämonischem Feuer vollendet werden konnte. Der Vertrag folgte der ältesten Falle solcher Mächte: Die versprochene Fähigkeit war wirklich, aber der Preis sollte erst dann vollständig spürbar werden, wenn Umkehr kaum noch möglich war.

Goraluk entschied sich gegen die Erfüllung. Er floh mit der ungeschmiedeten Brustplatte in die Schwarzfelsspitze und verweigerte Lorax, was er zugesagt hatte. Diese Flucht war keine Läuterung zum selbstlosen Helden. Er behielt das Werkstück und das erlangte Wissen. Doch sie bewies, dass er seine Seele selbst nach einem freiwilligen Handel nicht kampflos hergeben wollte.

In der oberen Spitze fand Goraluk Schutz unter Rends Schwarzfaustlegion. Dort stand er zwischen Amboss, Ofen und den militärischen Bedürfnissen der Dunklen Horde. Seine Schmiedekunst stärkte eine Armee, die ihrerseits Nefarian diente. Der Orc entzog sich damit einem dämonischen Herrn und arbeitete weiter im Reich eines schwarzen Drachen.

Die Dämonenschmiede fordert Vollendung

Wer die gestohlene Brustplatte zurückbrachte, musste Goraluk besiegen und sie anschließend mit seinem Blut und besonderem Wissen vollenden. Der Schmied wurde dadurch selbst zum letzten Bestandteil des Werkes, um das er mit Lorax gestritten hatte. Seine Flucht rettete ihn eine Zeit lang vor dem vereinbarten Preis; sie verhinderte nicht, dass Körper und Blut am Ende doch in die Rüstung eingingen.

Goraluks Geschichte ist keine schlichte Warnung, niemals nach Macht zu greifen. Sie erzählt von einem Mann, der einen falschen Vertrag erkannte und brach, aber weiterhin an dessen Frucht festhielt. Die Dämonenschmiede blieb möglich, Lorax blieb Gläubiger und die Brustplatte blieb begehrt. Manche Pakte enden nicht, wenn einer der Beteiligten davonläuft; sie wechseln nur den Ort, an dem ihre Rechnung beglichen wird.