Die ersten Mönche verbergen ihre Schule
In den Bergen Kun-Lais liegt ein Gipfel, den die Mogu lange mieden. Eine alte Erzählung berichtet, ein Pandarensklave habe einem Mogu-Kaiser dort geraten, vom Berg zu springen, wenn er wirklich alle Menschen Pandarias zum Lächeln bringen wolle. Ob jedes Wort der Geschichte stimmt, ist weniger wichtig als das, was daraus folgte: Der Kaiser erklärte den Ort für befleckt, und Mogu hielten sich fern.
Kang die Faust nutzte diese Abgeschiedenheit. Nachdem er begonnen hatte, andere versklavte Pandaren im unbewaffneten Kampf zu unterrichten, zog er mit seinen Gefährten in die Berge. Am Gipfel übten sie heimlich, stärkten Körper und Willen und planten den Aufstand gegen das Mogu-Reich. Die ersten Mönche besaßen keine Schmieden voller Waffen. Ihre Herren hatten ihnen Waffen verboten. Sie machten deshalb Hände, Füße, Stäbe und landwirtschaftliche Geräte zu Mitteln der Befreiung.
Aus einem Versteck wird eine offene Schule
Nach dem Sieg der Pandaren blieb der Gipfel ein Ort der Ausbildung. Unter Großmeister Hight empfing das Kloster schließlich Schüler vieler Völker. Meister lehrten die Führung des Chi, waffenlosen Kampf, Heilung, Meditation und den verantwortlichen Umgang mit Waffen. Schreine der vier Erhabenen Himmlischen verbanden unterschiedliche Disziplinen: Niuzao stand für Ausdauer, Xuen für Stärke und Selbstprüfung, Yu’lon für Weisheit und Chi-Ji für Hoffnung und Lernen.
Mönche konnten den abgelegenen Ort durch eine Zenpilgerfahrt erreichen. Dort setzten sie ihre Ausbildung fort, legten Prüfungen ab und kehrten anschließend in ihre Heimat zurück. Der Gipfel war kein Reich mit Grenzen und Untertanen. Er verband Menschen durch eine gemeinsame Schule. Ban-Lu, der Sohn Xuens, begleitete über Generationen die jeweiligen Großmeister und wurde zum lebenden Zeichen dieser fortgesetzten Linie.
Der zerbrochene Tempel
Zu Beginn der dritten Legioninvasion führte Lady Keletress eine Dämonenarmee gegen den Gipfel. Der Angriff galt nicht zufällig irgendeinem Berg. Die Eredar wollte die Mönche Azeroths auslöschen, weil ihre Suche nach innerer Ordnung dem Ziel der Legion widersprach, Völker durch Angst und Zerstörung zu brechen. Großmeister Hight fiel, Klostergebäude wurden verwüstet und viele Schüler starben. Die Überlebenden konnten den Ort nicht halten.
Sie flohen zur Wandernden Insel und machten den Tempel der Fünf Morgenröten zu ihrer neuen Heimat. Unter dem Namen Orden des Zerbrochenen Tempels verwandelten sie den Verlust in einen Neubeginn. Später kehrten sie an den Gipfel zurück, bekämpften verbliebene Dämonen und bargen die Schriften von Nummer Neun Jia. Der Ort blieb gezeichnet. Seine Zerstörung beendete jedoch nicht die Schule, die dort begonnen hatte. Wie schon beim Aufstand gegen die Mogu überlebte die Tradition, weil Menschen ihr Wissen mitnahmen, wenn Mauern ihnen keinen Schutz mehr boten.