Ehre und StärkeBlackmoore
Erzdruide Glaidalis
Bosse

Erzdruide Glaidalis

Glaidalis war einer der begabtesten Gestaltwandler Azeroths und Lehrer der vielversprechendsten Druiden aus der Mondlichtung. Seine Nähe zum Smaragdgrünen Traum machte ihn jedoch verwundbar für dessen Verdrehung. Im Finsterherzdickicht wechselte er noch immer meisterhaft zwischen seinen Formen, doch jede Gestalt diente nun dem Alptraum.

Der Weg nach Das Finsterherzdickicht

Unter Shaladrassils Wurzeln fraß sich der Smaragdgrüne Alptraum in Val'sharahs heiligste Orte. Xavius verdarb Druiden, Urtume und grüne Drachen und hielt Malfurion im ausgehöhlten Herzen des Weltenbaums gefangen. Der Weg durch das Finsterherzdickicht war deshalb kein Marsch gegen fremde Eroberer, sondern durch eine vertraute Natur, deren Träume in Angst und Hass umgeschrieben worden waren. In Erzdruide Glaidalis nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.

Die Ältesten der Mondlichtung schickten ihre besten Schüler zu Glaidalis, weil er die Tiergestalten nicht wie Masken behandelte. Er verstand Instinkt, Bewegung und die Verantwortung, die mit geliehener Kraft einherging. Generationen junger Druiden lernten bei ihm, dass Verwandlung keine Flucht aus dem eigenen Selbst sein durfte, sondern eine weitere Weise, Natur zu hören und zu schützen.

Nähe zum Traum

Glaidalis bezog sein Wissen aus derselben Quelle, die Val'sharahs Wälder nährte. Der Smaragdgrüne Traum lag für ihn nicht fern hinter Ritualen; er war in jedem Wechsel der Gestalt gegenwärtig. Als der Alptraum diese Quelle vergiftete, fand er deshalb einen besonders direkten Weg. Was Glaidalis am stärksten gemacht hatte, trug die Verderbnis bis in seine vertrautesten Bewegungen.

Seine Schüler hätten den Erzdruiden als ersten Schutz gegen Xavius erwartet. Stattdessen stand er selbst am Zugang zum verdorbenen Heiligtum. Der Alptraum löschte sein Können nicht. Er behielt es und nahm ihm nur die Richtung. Gerade dadurch wurde Glaidalis gefährlicher als ein gewöhnliches Ungeheuer: Jeder meisterhafte Wechsel erinnerte daran, was dort verloren gegangen war.

Bär, Katze und verdorbener Stern

Glaidalis wechselte mit derselben Leichtigkeit zwischen Bären- und Katzengestalt, mit der er einst Unterricht gegeben hatte. Er stürmte durch seine Gegner, riss tiefe Wunden und zog alptraumverdorbene Sternsplitter vom Himmel. Natur, Tierinstinkt und Himmelskraft waren noch erkennbar, aber jede von ihnen trug Xavius' dunkle Färbung.

Heilung gegen eine trauernde Wunde

Seine schwersten Risse schlossen sich erst, wenn ein Verwundeter fast vollständig geheilt war. Der Kampf verlangte daher mehr als das bloße Verhindern des Todes. Die Gruppe musste einen Zustand wirklicher Erholung erreichen, während der nächste Angriff bereits begann. So wurde Fürsorge selbst zur Antwort auf einen Lehrer, dessen einstige Aufgabe darin bestanden hatte, andere wachsen zu lassen.

Mit Glaidalis' Tod öffnete sich der Weg tiefer unter Shaladrassil. Der Sieg fühlte sich nicht wie die Vernichtung eines Eindringlings an. Val'sharah verlor einen seiner großen Lehrer, und der Alptraum bewies, dass Erfahrung keinen sicheren Schutz gegen ihn bot. Wer dem Traum besonders nahe war, musste gerade deshalb auf die kleinste Veränderung seiner Stimme achten.