Ehre und StärkeBlackmoore
Droman Aliothe
Charakter

Droman Aliothe

Droman Aliothe ist eine Wildgöttin von einer unbekannten Welt, die mitsamt ihrer Heimat der Brennenden Legion zum Opfer fiel. Die Winterkönigin schenkte ihr im Ardenwald ein neues Dasein. Als Droman des Winterschlafbeckens beschützt Aliothe seither den großen Baum und die dort ruhenden Naturgeister.

Eine Göttin von einer fremden Welt

Aliothe war im sterblichen Leben eine mächtige Naturgöttin auf einer nicht näher benannten Welt. Sie erinnert sich an üppige Wälder und glitzernde Meere. Ihr Fell habe Sterne getragen, ihre Zähne Berge brechen können. Die Bilder beschreiben ihre einstige Größe, verraten aber weder den Namen ihrer Welt noch die Völker, die dort lebten.

Ihre Herkunft ist für die Ordnung der Schattenlande bedeutsam. Wildgötter sind nicht allein an Azeroth gebunden. Naturgeister anderer Welten können nach ihrem Tod ebenfalls in den Ardenwald gelangen. Aliothe ist eines der klarsten benannten Beispiele dafür, dass die Winterkönigin einen kosmischen Kreislauf betreut, der weit über eine einzelne Welt hinausreicht.

Grünes Feuer und das Ende der Heimat

Die Brennende Legion griff Aliothes Welt an. Grünes Feuer fiel vom Himmel, verbrannte die Wälder und ließ die Meere kochen. Aliothe kämpfte, konnte die Vernichtung jedoch nicht verhindern. Sie starb, und auch ihre Heimatwelt ging unter. Die Quellen nennen weder den verantwortlichen Legionsbefehlshaber noch eine überlebende Bevölkerung.

Damit unterscheidet sich ihre Geschichte von Naturgeistern, die im Ardenwald auf eine Rückkehr in ihre alte Welt vorbereitet werden. Für Aliothe existiert kein Zuhause mehr, in das sie wiedergeboren werden könnte. Auf die Frage nach einer Rückkehr antwortet sie, dass dies selbst dann nicht möglich wäre, wenn ihre Welt noch bestünde. Sie akzeptiert den Kreislauf, obwohl er ihr keine Wiederherstellung des Verlorenen bietet.

Wiedergeburt im Ardenwald

Nach ihrem Tod gelangte Aliothe in den Ardenwald. Dort ruhen Naturgeister in Wildsamen, werden mit Anima genährt und können für eine spätere Wiedergeburt vorbereitet werden. Durch die Gnade der Winterkönigin erhielt Aliothe stattdessen in diesem Reich ein neues Dasein und fand eine Heimat unter dem nächtlichen Blätterdach.

Sie gehört zum Hof der Nacht, dem engeren Gefolge der Winterkönigin. Der Titel Droman bezeichnet eine Führungsrolle an einem der großen Bäume und Haine des Reiches. Aliothes Aufgabe ist damit nicht bloß zeremoniell. Ihr wurde Verantwortung für einen Zufluchtsort und für die Geister übertragen, die dort Schutz suchen.

Hüterin des Winterschlafbeckens

Aliothe bewacht das Winterschlafbecken. Sie schützt den Baum und alle Bewohner innerhalb seiner Grenzen. Während der Animadürre geriet der Ardenwald unter wachsenden Druck: Haine mussten mit zu wenig Kraft auskommen, Flüchtlinge suchten Schutz und feindliche Plünderer bedrohten die letzten Reserven.

Der Schlundgänger half, den Zugang zum Becken zu sichern, vermisste Bewohner zu finden, Waldflüchtlinge zu schützen und einen Wildsamen mit Anima zu stärken. Aliothe koordinierte diese Verteidigung. Ihre Verantwortung erklärt, weshalb sie trotz der Erinnerung an eine verlorene Welt nicht ausschließlich in Trauer lebt. Andere Naturgeister hängen nun von ihrer Fähigkeit ab, einen zweiten Untergang zu verhindern.

Begegnungen am Gluthof

Aliothe konnte später als Gast des Gluthofs in Revendreth eingeladen werden. Dort sprach sie mit Prinz Renathal und dachte über Zugehörigkeit nach. Sie bezeichnete den Ardenwald unter der Winterkönigin als ihr Zuhause, obwohl ihre sterbliche Heimat vernichtet war. Renathals Fragen zwangen sie zugleich, neue politische und persönliche Möglichkeiten zu betrachten.

Mit wachsendem Vertrauen entwickelte sie Freundschaft zum Gastgeber des Hofes. Sie erklärte, Schmerz und Verlust seien lange ihre Lehrer gewesen, schätzte aber die gemeinsamen Reisen und Gespräche. Diese Aussagen erweitern ihre Rolle über den ernsten Schutz des Hains hinaus, ohne das erlittene Trauma aufzulösen. Aliothe kann eine neue Heimat lieben und die alte dennoch vermissen.

Heimat nach dem Weltuntergang

Aliothe ist keine bekannte Göttin Azeroths und wird nicht nachträglich einer irdischen Mythologie zugeordnet. Auch die Ähnlichkeit ihrer Gestalt mit einem Bärenartefakt der Druiden ist eine Modellverwendung und kein Beweis für Verwandtschaft mit Ursoc. Sicher sind ihre eigene Aussage, der Untergang durch die Legion und ihre heutige Stellung im Ardenwald.

Ihre Geschichte gibt dem kosmischen Ausmaß der Legion einen persönlichen Maßstab. Ganze Welten verschwanden, lange bevor ihre Bewohner Azeroth kannten. Der Ardenwald kann diesen Verlust nicht rückgängig machen. Er gab Aliothe aber eine Aufgabe, eine Gemeinschaft und einen Ort, den sie nun selbst Heimat nennt. Aus einer gescheiterten Verteidigerin wurde die verantwortliche Hüterin anderer Geister.