Wächter des Traums
Ysera und der grüne Drachenschwarm bewachten die Verbindung zwischen Azeroth und dem Smaragdgrünen Traum. Ysondre, Emeriss, Lethon und Taerar gehörten zu ihren mächtigen Leutnants. Sie patrouillierten an Traumportalen und griffen ein, wenn die Grenze zwischen Traum und Welt bedroht wurde.
Der Auftrag brachte sie jedoch in unmittelbare Nähe zu der Verderbnis, vor der sie andere schützen sollten. Als der Alptraum wuchs, erfasste er auch seine Wächter.
Vier Wege in die Verderbnis
Jeder der Drachen trug die Krankheit auf andere Weise. Emeriss verbreitete Verfall, Lethon raubte Seelen, Taerar zerfiel in Schattenbilder und Ysondre wandte die Kräfte des Traums gegen die Lebenden. Gemeinsam erschienen sie an verschiedenen Traumportalen Azeroths.
Ysondre wurde später aus der Verderbnis gelöst und nahm eine sterbliche Gestalt an. Ihre Gefährten fanden diese Rettung nicht. Der Unterschied machte ihre Begegnung im Alptraum besonders schmerzhaft.
Während des Angriffs auf Xavius' Reich begegneten die Eindringlinge den Drachen erneut. Ysondre stand im Mittelpunkt, während die Geister ihrer einstigen Gefährten wechselnd in den Kampf eingriffen. Vergangenheit und Gegenwart lagen im Traum unmittelbar nebeneinander.
Die Drachen waren dadurch keine neue Gruppe zufälliger Wächter. Sie waren Erinnerungen an eine frühere Ausbreitung des Alptraums und an das Versagen des grünen Schwarms, alle eigenen Angehörigen zu retten.
Ysondres letzter Kampf
Ysondre hatte nach ihrer Reinigung versucht, mit der Schuld weiterzuleben. Im Alptraum wurde sie dennoch erneut an ihre früheren Gefährten gebunden. Xavius benutzte diese Verbindung, um sie gegen jene zu stellen, die das Reich reinigen wollten.
Mit ihrem Fall endete die Geschichte der vier Weltendrachen. Der Sieg löste ihre Seelen aus Xavius' unmittelbarer Kontrolle, konnte aber die verlorenen Jahrtausende nicht zurückgeben.
Die Drachen zeigen, dass der Smaragdgrüne Traum seinen Hütern keinen vollkommenen Schutz bot. Gerade weil sie ständig in ihm lebten, waren sie den Einflüsterungen des Alptraums besonders lange ausgesetzt.
Diese Verwundbarkeit zieht sich bis zu Yseras Tod in Val'sharah. Der grüne Schwarm verliert seine Königin und viele seiner ältesten Wächter in demselben Krieg, den er über Zeitalter einzudämmen versucht hatte.
Ein Ende und eine Warnung
Nach dem Sieg führte der Weg weiter zu Cenarius und Xavius. Die Drachen hatten gezeigt, dass die Verteidiger im Inneren des Alptraums nicht nur Feinden begegneten, sondern früheren Verbündeten und den Folgen alter Niederlagen.
Ihre Geschichte bleibt eine Warnung vor langem Dienst ohne Erholung. Wer dauerhaft an einer Wunde wacht, kann selbst Teil dieser Wunde werden, wenn niemand den Wächter schützt.