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Der Flammenschlund
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Der Flammenschlund

Unter Orgrimmar öffnet sich ein Netz heißer Höhlen, in dem Troggs und der Schattenrat heimlich Fuß fassten. Der Flammenschlund zeigt, dass Thralls junge Hauptstadt nicht nur von außen bedroht wurde.

Eine Wunde unter Orgrimmar

Als Thrall Orgrimmar im trockenen Norden Kalimdors errichten ließ, sollte die Stadt der Anfang eines neuen Lebens für die Orcs sein. Unter ihren Straßen lag jedoch ein System vulkanischer Höhlen, älter als die neue Hauptstadt und kaum erforscht. Aus den Spalten stiegen Hitze und schwefeliger Dampf. Troggs, die aus ihren unterirdischen Lebensräumen verdrängt worden waren, fanden dort Schutz und griffen jeden an, der in die Tiefe stieg.

Der Ort erhielt den Namen Flammenschlund. Dass sich unmittelbar unter dem politischen Zentrum der Horde ein unkontrollierter Raum öffnete, war mehr als ein bauliches Problem. Thrall versuchte, aus einem Volk ehemaliger Eroberer eine Gemeinschaft zu formen, während unter seinem Sitz Kräfte überlebten, die an die alte Verderbnis der Orcs anknüpften.

Neeru Feuerklinge und der Schattenrat

Zu diesen Kräften gehörte die Sengende Klinge. Der Kult verehrte Dämonen und stand mit dem Schattenrat in Verbindung, jenem Bund von Hexenmeistern, mit dem Gul'dan einst die alte Horde gelenkt hatte. Neeru Feuerklinge trat in Orgrimmar als hilfsbereiter Orc auf, arbeitete aber im Verborgenen für diese Bewegung. Seine Anhänger nutzten den Flammenschlund als Versammlungsort, hielten dort Rituale ab und suchten nach einer Macht, mit der sie die neue Horde von innen verändern konnten.

Thrall konnte einen offenen Feind bekämpfen. Schwieriger war ein Gegner, der dieselbe Sprache sprach, durch dieselben Tore ging und sich auf Erinnerungen an die alte Stärke berief. Darum ließ er die Vorgänge untersuchen. Der Kampf im Flammenschlund richtete sich nicht nur gegen Troggs und Elementare, sondern gegen die Möglichkeit, dass Gul'dans Erbe im Herzen der neuen Hauptstadt wieder Fuß fasste.

Eine junge Horde lernt Wachsamkeit

Die Kultisten wurden geschlagen, doch der Flammenschlund verschwand nicht. Die Höhlen blieben ein Zugang zu Orgrimmars Untergrund und damit ein wiederkehrendes Sicherheitsrisiko. Später nutzten andere Feinde dieselben Tiefen. Garrosh Höllschrei ließ einen Teil der Anlage befestigen, und während der Belagerung Orgrimmars führten die Tunnel erneut in einen Krieg, der aus dem Inneren der Horde selbst hervorging.

So begleitet der Flammenschlund die Geschichte Orgrimmars von den ersten Jahren an. Oberhalb der Höhlen entstand eine Hauptstadt, die Unabhängigkeit versprach. Unter ihr blieb sichtbar, wie nah die neue Ordnung an den ungelösten Versuchungen der alten Horde gebaut war.