Der Weg nach Das RIESENFLÖZ!!
Unter Kezan verwandelte die Venture Company den Fund von Azerit in einen industriellen Raubzug. Bohrer fraßen sich durch Stein, Katalysatoren machten das Blut Azeroths zur Ware und Präsident Ratztunk träumte vom Rang eines Handelsprinzen. Das RIESENFLÖZ!! war Mine, Fabrik und Denkmal einer Gier, die selbst eine verwundete Welt nur als Geschäftschance betrachtete. In Azerokk nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.
Die Venture Company betrachtete den Boden unter Kezan als Lagerstätte. Je tiefer ihre Maschinen kamen, desto mehr Azerit ließ sich fördern. Doch Erde war in Azeroth nie bloß totes Material. Elementare Kräfte lebten in Fels und Kristall, erinnerten sich an Druck, Feuer und frühere Verwundungen. Mit jedem Bohrkopf drang Ratztunks Betrieb in einen Bereich ein, der eigene Bewohner und eigene Grenzen besaß.
Azerokk nimmt Gestalt an
Aus dem gestörten Gestein erhob sich Azerokk. Der Erdgeist suchte keine Verhandlung über Förderrechte. Seine körperliche Form war bereits die Antwort auf eine Arbeit, die ohne Erlaubnis begonnen hatte. Er nannte die Mine sein Gebiet und behandelte Goblins wie alle anderen Eindringlinge. In seiner Wut lag nicht Gier nach dem Azerit, sondern der Wunsch, die Wunden im Boden endlich wieder zu schließen.
Azerokk rief mehrere Erdformer an seine Seite. Diese kleineren Geister waren kein zufälliger Schwarm. Sie machten sichtbar, dass der Aufstand aus dem ganzen geschundenen Untergrund kam. Manche konnten zeitweise gebändigt werden, doch die Ruhe hielt nicht. Sobald Azerokks Macht sie erneut durchströmte, brachen sie mit größerer Wucht gegen jene los, die zwischen den Bohrstellen standen.
Das Blut der Welt stärkt den Zorn
Azeritadern lagen offen in der Mine. Azerokk konnte ihre Energie in seine Begleiter leiten und aus gewöhnlichem Gestein eine glühende Bedrohung machen. Die Venture Company hatte geglaubt, das Blut Azeroths gehöre dem, der es zuerst förderte. Im Kampf antwortete der Rohstoff selbst durch Elementare, die seine Kraft nicht verkauften, sondern gegen die Hände richteten, die sie freigelegt hatten.
Wenn Azerokk den Boden erschütterte, lief die Welle durch die ganze Kammer. Fels war sein Körper und sein Sprachrohr zugleich. Kein Besucher konnte so tun, als stehe er außerhalb des Konflikts. Jeder befand sich auf jener Erde, die gerade Rache forderte. Schutz entstand nur durch Bewegung und den klugen Umgang mit den Erdformern, deren Stellung den Verlauf der Entladung veränderte.
Auch Retter erscheinen als Eindringlinge
Die Abenteurer waren gekommen, Ratztunks Betrieb zu stoppen, doch Azerokk konnte ihren Zweck nicht kennen. Sie trugen Waffen durch sein Gebiet und bewegten sich zwischen denselben Maschinen, die ihn geweckt hatten. Wie viele alte Wächter unterschied er nicht zwischen Plünderern und jenen, die an den Plünderern vorbei mussten. Der Kampf war deshalb tragisch: Um die größere Ausbeutung zu beenden, mussten sie einen ihrer sichtbarsten Gegner niederringen.
Sterbend verlangte Azerokk, die Wunden müssten geheilt werden. Sein Tod widerlegte diese Forderung nicht. Er zeigte nur, dass Zorn allein die Bohrer nicht stilllegte. Tiefer in der Anlage bereitete Rixxa Flammenzünd ihre Katalysatoren, während Mogul Ratztunk bereits vom nächsten Gewinn träumte. Die Mine konnte erst enden, wenn nicht nur der aufgebrachte Boden, sondern die Menschen hinter seiner Verletzung erreicht wurden.