Ehre und StärkeBlackmoore
Altairus
Bosse

Altairus

Altairus war ein riesiger Sturmdrache, dessen Leib von den Energien der Himmelsmauer durchzogen wurde. Unermüdlich bewachte er die Plattformen des Vortexgipfels und lenkte die Windströme ringsum. Wer gegen ihn stand, musste nicht nur dem Drachen trotzen, sondern entscheiden, auf welcher Seite des Windes Stärke oder Schwäche lag.

Der Weg nach Vortexgipfel

Hoch über Uldum schwebte der Vortexgipfel in der Himmelsmauer, Al'Akirs Reich aus Wind, Blitz und kaum greifbarer Architektur. Nach Todesschwinges Erwachen stellte sich der Windlord auf die Seite der Alten Götter und machte seine Festungen zu Stützpunkten des Angriffs. Jeder Schritt über die schmalen Plattformen führte durch einen Himmel, der nicht mehr Freiheit bedeutete, sondern feindliche Herrschaft ohne festen Boden. In Altairus nahm ein eigener Teil dieses Angriffs Gestalt an.

Altairus war kein Drache, der lediglich gelernt hatte, das Wetter zu nutzen. Elementare Energie durchzog sein Wesen. Seine Schuppen, Flügel und sein Atem gehörten zu derselben stürmischen Ordnung wie die Wolken, die den Vortexgipfel trugen. Wenn er sich bewegte, folgte ihm der Wind nicht als Diener; beide schienen Teile eines einzigen Körpers zu sein.

Wache über schwebenden Plattformen

Der Sturmdrache hielt unermüdlich Ausschau nach Eindringlingen. Von der Höhe aus konnte er Wege überblicken, die für Bodenbewohner nur aus wenigen schmalen Flächen bestanden. Jeder Angriff begann zu seinen Bedingungen. Altairus besaß den ganzen Himmel, während seine Gegner um das Recht kämpften, auf einem kleinen Stück davon stehen zu bleiben.

Im Kampf wechselten die Luftströme fortwährend ihre Richtung. Wer mit dem Wind im Rücken vor Altairus stand, wurde schneller und stärker. Wer gegen ihn ankämpfte, verlor Kraft und Beweglichkeit. Der Drache machte aus Stellung keine Frage weniger Schritte, sondern eine Frage des Verhältnisses zu einer unsichtbaren Strömung.

Jeder Wechsel zwang die Gruppe, sich neu zu ordnen. Einzelne konnten nicht einfach an ihrem bevorzugten Platz bleiben, denn der Wind verhandelte nicht mit Gewohnheiten. Alle mussten erkennen, woher er kam, und gemeinsam die Seite wechseln. So wurde Aufmerksamkeit zu einer Form von Zusammenhalt: Wer die Strömung zu spät verstand, ließ nicht nur sich selbst schwächer werden.

Atem eines lebenden Unwetters

Altairus stieß einen eisigen Atem aus, der den Raum vor ihm erfüllte. Zugleich schleuderten Wirbel einzelne Menschen in die Höhe. Oben und unten verloren ihre klare Bedeutung. Ein Körper konnte im nächsten Augenblick in kalter Luft hängen, während der Drache bereits den Kopf wandte und aus Wind eine Schneide machte.

Die Wolken ringsum trugen Blitze und verbargen Tiefe. Im Vortexgipfel war das Wetter kein Hintergrund für den Kampf. Es war anwesend, aufmerksam und durch Altairus' Macht gerichtet. Jeder sichere Moment blieb geliehen, solange der Sturmdrache noch bestimmen konnte, welche Strömung über die Plattform griff.

Wenn der Sturm seinen Wächter verliert

Altairus' Fall beruhigte nicht die ganze Himmelsmauer. Doch die Plattform war nicht länger Mittelpunkt seines unablässigen Kreislaufs. Ein Wesen, das sich beinahe mit dem Wind gleichgesetzt hatte, blieb zurück, während die Eindringlinge weiterzogen. Der Himmel hatte seinen Drachen verloren, nicht aber seine Höhe, und vor ihnen wartete Asaad mit noch größerem Anspruch auf beide.