Der Weg nach Sklavenunterkünfte
Tief im Echsenkessel lagen die Sklavenunterkünfte, in denen Lady Vashjs Naga fast den gesamten Stamm der Ödniswandler zur Arbeit an ihrem System aus Pumpen und Reservoirs zwangen. Dort bewachten ein Verräter, zwei gebrochene Herrscher der Wildnis und während des Sonnenwendfests ein beschworener Frostfürst jene Ketten, mit denen die Naga nicht nur Menschen, sondern das Wasser der Zangarmarschen beherrschen wollten. In Ahune erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Das Sonnenwendfest ehrte den heißesten Teil des Jahres mit Feuern, die in Städten, Dörfern und selbst an gefährlichen Orten brannten. Flammenbewahrer wachten über sie, Reisende trugen Funken über Kontinente, und beide großen Fraktionen maßen ihren Stolz an der Helligkeit ihrer Feuer. Die Feier war ausgelassen, doch sie erinnerte zugleich daran, dass die Elemente keine bloßen Werkzeuge waren.
Der Schatten unter den Freudenfeuern
Der Schattenhammer sah in der weltweiten Aufmerksamkeit für das Feuer eine Gelegenheit. Gemeinsam mit Naga, die sich gegen Neptulon gestellt hatten, bereitete der Kult in den Sklavenunterkünften ein Ritual vor. Skar'this der Beschwörer sollte Ahune aus den elementaren Tiefen rufen. Der verborgene Plan machte aus einem Fest der Gemeinschaft die Tarnung für einen Krieg, den fast niemand kommen sah.
Ahune diente Neptulon, dem Herrscher über Wasser. Die Verschwörer wollten ihn nicht lediglich auf Azeroth loslassen. Er sollte durch das Dunkle Portal ziehen und Ragnaros herausfordern. Frost und Feuer würden aufeinanderprallen, während der Schattenhammer hoffte, dass die Gewalt beider Seiten die Fundamente der Welt aufriss und eine gefrorene neue Ordnung zurückließ.
Der Eisstein in den Sklavenunterkünften
In einer besonderen Fassung der Sklavenunterkünfte führte der Weg zu einem Eisstein. Als das Ritual begann, brach Ahune aus dem gefrorenen Boden hervor. Die Wahl des Ortes war kein Zufall: Unter dem Schlangensee lagen Wasser, Naga und Gefangene bereits dicht beieinander. Vashjs Arbeitslager bot den Abtrünnigen Deckung für eine Beschwörung, deren Folgen weit über die Zangarmarschen hinausgereicht hätten.
Solange Ahune aufragte, schützte ihn eine Hülle aus Gletschereis. Eisspeere brachen unter den Füßen seiner Gegner hervor, Hagelwesen trugen seine Kälte weiter, und der Boden selbst wurde unsicher. Erst wenn der Frostfürst versank, lag sein gefrorener Kern bloß. Für wenige Augenblicke zeigte sich, dass selbst eine gewaltige elementare Erscheinung einen verletzbaren Mittelpunkt besaß.
Der Sommer, der nicht endete
Ahunes Niederlage verhinderte, dass der geplante Zweikampf mit Ragnaros begann. Das Sonnenwendfest behielt seine Feuer, doch seitdem trägt die Feier auch die Erinnerung an den Frost unter den Flammen. Jedes erneute Auftauchen des Eissteins erzählt davon, wie dicht Freude und Gefahr beieinanderliegen können, wenn ein Kult die Verehrung der Elemente in einen Vorwand für ihre gegenseitige Vernichtung verwandelt.