Das Gefängnis der Naaru
Die Arkatraz war dafür gebaut, Wesen einzuschließen, die für gewöhnliche Gefängnisse zu gefährlich waren. Zellen, Energiefelder und Wächter hielten Dämonen, Leerenkreaturen und Gefangene aus verschiedenen Welten voneinander getrennt. Als Teil der Festung der Stürme konnte die Anlage Bedrohungen aufnehmen, ohne sie auf einer bewohnten Welt festzusetzen.
Kael’thas' Besetzung stellte das Gefängnis unter neue, korrumpierbare Wachen. Herold Horizontiss flüsterte dem Wärter Mellichar zu, bis dieser die Zellen öffnete und die Gefangenen in die Korridore entkommen ließ. Aus einem geordneten Gefängnis wurde eine Ansammlung freier Gefahren.
Wesen, die einander hassen
Zereketh der Unabhängige gehörte zur Leere, während Dalliah die Verdammnisverkünderin und Zornseher Soccothrates dämonischen Mächten dienten. Die beiden Dämonen verachteten einander und stritten selbst inmitten des Ausbruchs. Diese Feindschaft machte die Arkatraz nicht sicherer. Sie bedeutete nur, dass jede Gruppe ihren eigenen Krieg in denselben engen Hallen führte.
Zwischen ihnen saßen auch Gefangene, die nicht in dasselbe Bild passten. Millhaus Manasturm, ein exzentrischer Gnommagier, war ebenfalls eingesperrt und konnte bei der Verteidigung helfen. Die Arkatraz enthielt Schuldige, Opfer und Unberechenbare nebeneinander.
Wärter Mellichar und Herold Horizontiss
Wärter Mellichar wurde von Horizontiss korrumpiert und öffnete unter dessen Einfluss nacheinander die innersten Zellen. Am Ende erwachte Herold Horizontiss selbst, ein Qiraji-Diener der Alten Götter. Seine Anwesenheit verband die Scherbenwelt mit einer kosmischen Bedrohung, die sonst vor allem unter Azeroths Erde lauerte.
Horizontiss war kein Teil von Kael’thas' ursprünglicher Suche nach Rettung. Er zeigte, was geschieht, wenn eine Gefängnisordnung zusammenbricht: Alte Feinde brauchen keinen gemeinsamen Plan. Es genügt, dass die Türen offenstehen.
Die Verantwortung des Gefängniswärters
Die Rückeroberung der Arkatraz sollte nicht nur Kael’thas schwächen. Sie musste verhindern, dass ihre Insassen in die Scherbenwelt entkamen. Der Ort stellt damit eine schwierige Frage: Wer eine gefährliche Macht einsperrt, übernimmt Verantwortung für ihre Bewachung. Wird das Gefängnis selbst erobert, kann seine gesamte Sammlung zur Armee des neuen Besitzers werden.