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Millificent Manasturm
Bosse

Millificent Manasturm

Millificent Manasturm verband gnomisches Ingenieursgenie mit gefährlichem Ehrgeiz. Nach ihrer Flucht aus der Violetten Festung traf sie mit Millhaus in der Anderen Seite auf Bwonsamdis Rechnung; dort erwies sich ihre streitbare Ehe als stärker als jedes geliehene Mojo.

Der Weg nach Sturm auf die Violette Festung

Die Violette Festung war Dalarans Gefängnis für Wesen, die zu gefährlich, zu rätselhaft oder zu wertvoll für eine gewöhnliche Zelle waren. Als die fliegende Stadt über den Verheerten Inseln Stellung bezog, griff die Brennende Legion genau diesen verwundbaren Punkt an. Jede geöffnete Tür machte eine alte Bedrohung zur Waffe gegen die Stadt, während Legionskommandanten den Aufruhr nutzten, um Dalaran von innen zu erobern. In Millificent Manasturm nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.

Millificent wurde oft über ihren Ehemann Millhaus Manasturm vorgestellt, doch ihr Können brauchte keinen fremden Namen. Sie verband gnomische Neugier mit einer Entschlossenheit, die jede Sicherheitsgrenze als persönliche Beleidigung empfand. Wo Millhaus großspurig auftrat, arbeitete sie mit genauer Planung. Gerade deshalb waren ihre Erfindungen nicht bloß chaotisch, sondern gefährlich wirksam.

Ein Gefäß für geraubte Magie

Zu ihren Schöpfungen gehörte ein arkanes Gefäß, das die Essenz eines Magiers absaugen und dessen Kraft an einen Gegenstand binden konnte. Eine solche Maschine versprach Kontrolle über Magie ohne Zustimmung ihres Trägers. Als Millificent gefangen wurde, zerbrach sie das Gefäß in mehrere Teile. Selbst ihre Niederlage hinterließ damit Bruchstücke einer Waffe, nach denen andere suchen würden.

Die Violette Festung war für Millificent zugleich Gefängnis und unfreiwillige Werkstatt. Eine gewöhnliche Zelle hätte eine Ingenieurin, die aus Resten neue Werkzeuge bauen konnte, kaum lange gehalten. Dalarans Schutzzauber sollten nicht nur ihren Körper, sondern auch den Zugang zu Material und Magie begrenzen. Doch selbst dort blieb ihr Geist mit neuen Berechnungen beschäftigt.

Der Ausbruch wird zum Feldversuch

Als sich die Türen öffneten, trat Millificent nicht wie eine ausgehungerte Bestie hervor. Sie behandelte die Befreiung als Gelegenheit, ihre Geräte unter echten Bedingungen zu erproben. Bomben rollten über den Boden, mechanische Helfer erwachten, Geschosse suchten Ziele. Die Kammer wurde zu einem Labor, in dem jeder Verteidiger unfreiwillig die Belastbarkeit ihrer Konstruktionen prüfte.

Millificents Stolz war ebenso empfindlich wie ihre Technik präzise. Spott über ihr Haar konnte ihre sorgfältige Kontrolle in Zorn verwandeln. Als die Verteidiger sie schließlich überwältigten, starb sie nicht. Eine Vorrichtung schrumpfte sie auf winzige Größe, und sie entkam in die Straßen Dalarans. Selbst eine verlorene Schlacht war in ihrem Denken offenbar nur ein Problem, für das bereits ein Notausgang konstruiert worden war.

Die Rechnung mit Millhaus bleibt offen

Auf der Flucht rief Millificent, sie werde ihren Mann finden. Damit endete die Gefahr nicht an der Zellentür, sondern wanderte in eine komplizierte Ehe aus Konkurrenz, Zuneigung und gegenseitiger Kränkung zurück. Dalaran blieb vor ihren Maschinen bewahrt, doch die Ingenieurin selbst war frei. Manche Gefangene verlassen die Festung nicht als geläuterte Menschen, sondern mit einer noch längeren Liste unerledigter Vorhaben.

Später fanden Millificent und Millhaus einander in der Anderen Seite wieder. Beide hatten unabhängig vom anderen einen Handel mit Bwonsamdi abgeschlossen und Mojo erhalten. Millhaus wollte damit sein Meisterwerk vollenden; Millificent erkannte sofort die Abkürzung in seiner Arbeit. Im nächsten Atemzug musste sie eingestehen, denselben Weg gewählt zu haben. Ihre Ehe aus Konkurrenz und Zuneigung stand plötzlich vor einem Gläubiger, der nicht an technischen Ausreden interessiert war.

Die Manasturms kämpfen als Paar

Zuerst trat Millhaus mit arkaner Großspurigkeit vor, während Millificent seine Fehler vom Rand kommentierte und gefährliche Technik vorbereitete. Kraftkristalle, Schattenmagie und ein überladener Laser machten aus dem Streit eine gemeinsame Verteidigung. Später wechselten sie die Plätze: Millificent setzte Sägen, Bomben und experimentelle Eichhörnchen ein, während ihr Mann mit Zaubern dazwischenfunkte. Jede Erfindung konnte den anderen treffen, und jeder Treffer löste neuen ehelichen Spott aus.

Als Millhaus die Wahl zwischen dem Mojo und Millificents Leben sah, gab er die geliehene Macht auf. Für einen Augenblick verstummte ihr Wettbewerb. Sie erkannte, dass er sie wirklich nicht verlieren wollte, und beide beschlossen, wenigstens für eine Weile nicht mehr gegeneinander zu kämpfen. Bwonsamdi erhielt seine Kraft zurück. Die Schlundgänger hatten dabei keinen von beiden getötet, sondern ein Paar besiegt, dessen ehrlichster Augenblick erst kam, als alle genialen Abkürzungen versagten.