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Zanzil der Ausgestoßene
Bosse

Zanzil der Ausgestoßene

Zanzil war ein Trollalchemist, den die Schädelspalter verbannten, weil er Stammesbrüder zu willenlosen Dienern machte. Auch Zul'Gurub hatte ihn fortgeschickt. Jin'do holte ihn zurück, damit seine Elixiere die Gurubashi-Armee verstärkten und Tote in den Dienst zwangen. Für Zanzil war jeder Körper nur eine Frage der richtigen Dosis.

Der Weg nach Zul'Gurub

Zul'Gurub war einst Hauptstadt des Gurubashi-Imperiums und später Hakkars blutiger Tempel. Nach dem ersten Fall des Seelenschinders hätte die Stadt ein Grab vergangener Größe werden können. Doch Jin'dos Geist, Zanzils Elixiere und das neue Bündnis mit den Zandalari riefen Tote, Priester und alte Ansprüche zurück. Die Ruinen erwachten nicht als wiederhergestelltes Reich, sondern als Erinnerung, die jeden früheren Fehler erneut bewaffnete. In Zanzil der Ausgestoßene nahm ein eigener Teil dieses Angriffs Gestalt an.

Zanzil überschritt eine Grenze, die selbst sein kriegerischer Stamm nicht dulden wollte. Er vergiftete eigene Stammesbrüder und machte sie mit starken Mischungen willenlos. Die Schädelspalter verbannten ihn. Das Urteil entzog ihm Heimat, änderte aber nichts an seiner Überzeugung, dass ein Körper vor allem ein Gefäß sei, dessen Verhalten sich alchemistisch einstellen lasse.

Zanzil fand zeitweise einen Platz in Zul'Gurub und wurde auch von dort verstoßen. Die genauen Gründe blieben undeutlich, doch sein Hang, jedem erreichbaren Wesen bewusstseinsverändernde Mittel zu geben, brauchte kaum weitere Erklärung. Der Ausgestoßene lernte aus dem zweiten Verlust nicht Zurückhaltung, sondern wie man fern größerer Autoritäten ein eigenes Reich aus Abhängigen aufbaute.

Die Ruinen von Aboraz

In den Ruinen von Aboraz setzte Zanzil seine Mixturen an Trollen, Naga und Gefangenen ein. Manche wurden stärker und geistig schwächer, andere zu wirklichen Zombies. Selbst Yenniku geriet unter seine Kontrolle und wurde als Werkzeug gegen den eigenen Stamm zurückgeschickt. Zanzil eroberte keine Herzen; er entfernte aus Körpern die Fähigkeit, Nein zu sagen.

Während des Kataklysmus wollte Zanzil die Trolle des Schlingendorntals unter seiner Herrschaft sammeln. Einheit bedeutete für ihn jedoch keine gemeinsame Entscheidung. Er begann bei den Schädelspaltern und versuchte, alte Zugehörigkeit durch chemischen Gehorsam zu ersetzen. Aus dem verbannten Stammesbruder sollte ein Herr werden, dem niemand mehr die Verbannung aussprechen konnte.

Jin'do der Götterbrecher holte Zanzil nach Zul'Gurub zurück. Die Bedingung war, seine Elixiere zur Verstärkung der Gurubashi einzusetzen. Der Ausgestoßene erhielt wieder einen Platz, weil genau das Verhalten, das zwei Gemeinschaften abgestoßen hatte, nun militärisch nützlich war. Er wurde nicht geläutert aufgenommen, sondern wegen seiner schlimmsten Kunst.

Drei Farben des Todes

Im Kampf griff Zanzil auf verschiedene Elixiere zurück. Die eine Mischung brachte Gift, eine andere rief Feuer, eine weitere erhob Tote oder stärkte gewaltige Berserker. Gegenmittel mussten aus seinen eigenen Kesseln genommen werden. Wer überleben wollte, musste Zanzils Sprache der Farben lernen und einen Teil seiner Alchemie gegen den nächsten Teil verwenden.

Zanzil fiel in der Stadt, die ihn einst verbannt und später aus Not zurückgerufen hatte. Seine Rückkehr war keine Versöhnung gewesen. Sie war ein Vertrag zwischen Männern, die Leichen als Armee und Hakkar als Quelle künftiger Größe betrachteten. Als der Alchemist starb, blieben seine Mischungen zurück, aber niemand musste mehr fürchten, dass ein Trank den eigenen Willen in Zanzils Eigentum verwandelte.