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Jin'do der Verhexer
Bosse

Jin'do der Verhexer

Jin'do war ein mächtiger Hakkari-Hexendoktor, der beim ersten Fall Zul'Gurubs Hakkar diente und besiegt wurde. Sein Geist fand zurück, barg alte Körper und bereitete die Wiedergeburt der Stadt vor. Dann kehrte er das Verhältnis um: Als Götterbrecher kettete er Hakkars Geist und trank dessen Macht, um das Gurubashi-Imperium selbst zu erneuern.

Der Weg nach Zul'Gurub

Zul'Gurub war einst Hauptstadt des Gurubashi-Imperiums und später Hakkars blutiger Tempel. Nach dem ersten Fall des Seelenschinders hätte die Stadt ein Grab vergangener Größe werden können. Doch Jin'dos Geist, Zanzils Elixiere und das neue Bündnis mit den Zandalari riefen Tote, Priester und alte Ansprüche zurück. Die Ruinen erwachten nicht als wiederhergestelltes Reich, sondern als Erinnerung, die jeden früheren Fehler erneut bewaffnete. In Jin'do der Verhexer nahm ein eigener Teil dieses Angriffs Gestalt an.

Jin'do gehörte zu den mächtigsten Hexendoktoren in Hakkars Tempelstadt. Er führte Flüche, Geister und Täuschung gegen jene, die sich dem Seelenschinder näherten. Seine Stellung beruhte auf Nähe zum Blutgott, doch schon damals lag in ihm mehr Ehrgeiz als reine Anbetung. Jin'do wollte Macht nicht nur vermitteln. Er wollte sie besitzen.

Die erste Niederlage

Beim ersten Sturm auf Zul'Gurub wurde Jin'do besiegt, und Hakkar fiel kurz darauf. Für andere hätte der Tod das Ende eines gescheiterten Kultes sein können. Jin'dos Geist wurde jedoch von der Unfähigkeit gequält, Hakkars Wünsche erfüllt zu haben. Niederlage und unerledigter Ehrgeiz hielten ihn näher an der Welt als jede friedliche Erinnerung.

Jahre später fand Jin'do einen Weg zurück. Als Schatten barg er die Körper der gefallenen Hohepriester und arbeitete mit Zanzil an ihrer Wiedererweckung. Er suchte auch Mandokirs Rückkehr und sammelte die zerstreuten Kräfte der Stadt. Zul'Gurub sollte nicht langsam neu wachsen; seine gefährlichsten Namen sollten gleichzeitig aus dem Tod zurückgerufen werden.

Die Zandalari öffnen eine politische Tür

Zuls Bündnis mit den Gurubashi gab Jin'dos Plänen neuen Raum. Unter dem Versprechen wiederhergestellter Trollgröße griffen die Tempelkräfte das Schlingendorntal an. Doch Jin'do dachte nicht daran, sich dauerhaft unter Zandalari-Führung einzuordnen. Er nahm jede Hilfe als Stufe zu einem Reich, dessen eigentlicher Mittelpunkt er selbst werden wollte.

Jin'do rief Hakkars Geist zurück, aber nicht als Herrn. Er kettete den Seelenschinder in der Geisterwelt und sog dessen Macht in sich auf. Der alte Diener kehrte das Verhältnis um. Sein neuer Titel Götterbrecher war die Erklärung, dass kein Loa und kein Blutgott mehr über ihm stehen sollte, solange dessen Kraft in Fesseln gelegt werden konnte.

Ketten in der Geisterwelt

Im letzten Kampf mussten die Eindringlinge zwischen sichtbarer Welt und Geisterreich wechseln. Hakkar hing an gewaltigen Ketten, während Jin'dos Macht aus seiner Gefangenschaft floss. Nur große Geister konnten die Fesseln brechen. Die Gruppe musste deshalb Jin'dos eigene beschworene Gewalt so lenken, dass sie das Gefängnis traf, von dem seine Stärke abhing.

Als die letzte Kette zerbrach, war Hakkars Geist frei. Der Seelenschinder vernichtete den Mann, der ihn hatte versklaven wollen, und verschwand. Das war keine Rettung durch einen guten Gott. Es war die kurze Überschneidung zweier Feinde. Jin'do hatte die Wiedergeburt Zul'Gurubs vorbereitet, Tote zurückgerufen und einen Gott gebunden. Am Ende wurde sein größter Erfolg zur Hand, die ihn aus der Geschichte riss.