Ehre und StärkeBlackmoore
Seuchensturz
Welt

Seuchensturz

Seuchensturz war der zerstörte Sitz des Hauses der Seuchen in Maldraxxus. Nach einer gewaltigen Explosion blieben dort giftige Becken, missgestaltete Schöpfungen und die letzten Spuren von Markgräfin Stradamas Haus zurück. Der Ort erzählt, wie ein Haus vernichtet wurde, dessen Wissen zugleich gefährlich und für die Verteidigung der Schattenlande unverzichtbar war.

Das Haus der Seuchen

Das Haus der Seuchen entwickelte Gifte, Krankheiten und Gegenmittel für die Armeen von Maldraxxus. Seine Arbeit war gefürchtet, aber sie folgte ursprünglich einem militärischen Zweck: Feinde der Schattenlande sollten mit Mitteln bekämpft werden, gegen die gewöhnliche Waffen machtlos waren. Markgräfin Stradama führte das Haus und hütete Kenntnisse, die andere Häuser gern besessen hätten.

Als der Primus verschwand und der Machtkampf unter den Häusern begann, wurde dieses Wissen zur Beute. Das Haus der Rituale bot zunächst Anima an und entsandte den Lich Korrim den Schlauen; Stradama und Marileth vermuteten jedoch einen Verrat. Kurz darauf riss eine Explosion das Laboratorium in eine verseuchte Wildnis. Fast alle Bewohner starben, und die freigesetzten Mixturen begannen, neue Wesen hervorzubringen.

Was in den Becken weiterlebte

In den Ruinen sammelten sich Schleime, Pilze und misslungene Experimente. Aus Schleim und Fleisch entstand Globgrog, der die Geheimnisse der Ruinen fanatisch bewachte. Doktor Ickus, ein ehrgeiziger Seuchenmeister, setzte seine entgleisten Experimente fort. Domina Giftklinge kam im Namen des Hauses der Augen, weil sie in den Ruinen die Waffe zu finden glaubte, mit der sie den Fall ihres eigenen Hauses rächen könnte.

Jede dieser Gestalten zeigte einen anderen Teil des Untergangs. Globgrog war die unkontrollierte Folge der Explosion. Ickus verkörperte den Ehrgeiz, der selbst nach dem Zusammenbruch keine Verantwortung kannte. Domina zeigte dagegen, dass die Ruinen nicht nur Überlebende anzogen: Auch jene, die nach Rache und einer neuen Waffe suchten, wollten aus dem Fall des Hauses Gewinn ziehen.

Stradama hatte die Vernichtung ihres Hauses überlebt, doch die Seuchen hatten sie verändert. In den tiefsten Kammern hielt sie sich verborgen, von Krankheit und Zorn erfüllt. Sie war zugleich Opfer des Angriffs und Herrin eines Ortes, der jeden bedrohte, der ihm zu nahe kam. Ihre Trauer konnte das zerstörte Haus nicht mehr von der Gefahr trennen, die seine Ruinen darstellten.

Als die Eindringlinge sie erreichten, verteidigte Stradama die Überreste bis zum Tod. Ihr Ende beseitigte eine unmittelbare Bedrohung, bedeutete aber auch den Verlust einer der letzten Personen, die das vollständige Wissen des Hauses trugen. Maldraxxus gewann keinen sauberen Sieg. Es verlor eine Markgräfin und einen großen Teil seiner seuchenmagischen Kenntnisse.

Das Erbe eines vernichteten Hauses

Seuchensturz blieb nach Stradamas Fall ein verwundeter Ort. Die Becken ließen sich nicht einfach schließen, und viele Schöpfungen lebten weiter. Der Untergang des Hauses schwächte Maldraxxus in einer Zeit, in der die Brennende Legion bereits besiegt war, der Kerkermeister jedoch seinen eigenen Krieg vorbereitete.

Gerade darin lag die Wirkung des Verrats. Wer das Haus zerstörte, musste seine Waffen nicht selbst beherrschen. Es genügte, Wissen, Führung und Vertrauen aus Maldraxxus zu entfernen. Seuchensturz wurde zum Denkmal dafür, wie ein Reich seine stärksten Mittel verlieren kann, lange bevor der eigentliche Feind offen vor seinen Toren steht.