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Seuchenschlund der Faulende
Bosse

Seuchenschlund der Faulende

Seuchenschlund war ein untoter Stacheleber, der am Ende von Belnistrasz' Ritual herbeigerufen wurde. In ihm erhob sich die geschändete Geschichte des Gräberfelds selbst gegen jene, die den Götzen zerstören wollten.

Der Weg nach Razorfen-Downs

Die Klingenhauerhügel waren ein altes Gräberfeld der Stacheleber, ein Ort, an dem die Toten des Volkes nahe bei Agamaggans Dornen ruhen sollten. Nach dem Dritten Krieg nahm Amnennar der Kältebringer die Gräber für die Geißel in Besitz. Neruber, Skelette und zusammengenähte Leiber machten aus Erinnerung einen Vorposten gegen Orgrimmar und Theramore. Zugleich versprach der Lich den bedrängten Stachelebern Macht über den Tod, obwohl jeder Gang zeigte, welchen Preis dieses Versprechen verlangte. In Seuchenschlund der Faulende erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.

Belnistrasz führte seine Begleiter tief in die Klingenhauerhügel, um ein Ritual am dortigen Götzen zu vollenden. Die Geißel antwortete mit Wellen untoter Verteidiger. Jeder gefallene Angreifer gewann dem Ritual Zeit ab, bis am Ende Seuchenschlund aus dem verseuchten Gräberfeld gerufen wurde.

Seuchenschlund war kein fremder Neruber und kein menschlicher Leichnam. In seiner Gestalt blieb ein Stacheleber erkennbar, also einer jener Toten, deren Ruhe Amnennar verletzt hatte. Über sein Leben ist nichts erhalten. Sein untoter Körper genügt als Zeugnis dafür, dass die Geißel das Gräberfeld nicht nur besetzte, sondern seine früheren Bewohner gegen die Lebenden des eigenen Volkes richtete.

Fäulnis als Waffe

Sein Gestank schwächte Kraft und Beweglichkeit, während eine verdorrende Berührung Leben und magische Energie entzog. Seuchenschlund musste keine schnelle Klinge führen. Nähe allein machte Gegner schwächer. In ihm wurde Verwesung zu einer taktischen Macht, die den Lebenden zeigte, wie Amnennars Versprechen von Herrschaft über den Tod tatsächlich roch.

Mit seinem Fall konnte Belnistrasz' Vorhaben vollendet werden. Der Sieg befreite Seuchenschlund nicht in einer überlieferten Szene und gab ihm keinen Namen aus dem Leben zurück. Er beendete nur seine Verwendung. Gerade darin liegt die Härte seiner Geschichte: Ein Angehöriger des Volkes wurde aus dem Grab gerissen, bekam einen Namen nach seiner Fäulnis und verschwand erneut, sobald seine Gegner den Weg freigemacht hatten.