Jäger nach dem Ende ihres alten Krieges
Dämonenjäger waren im Krieg gegen die Brennende Legion entstanden. Sie hatten dämonische Macht in sich aufgenommen, um jene Feinde zu bekämpfen, die andere Armeen nicht erreichen konnten. Nach dem Fall der Legion blieb ihre Fähigkeit bestehen, doch der Krieg, der ihrem Opfer einen eindeutigen Sinn gegeben hatte, war vorbei. Adarus Dämmerbrand, Ilyssa Düstergram und Velaryn Rachblut suchten darauf eine neue Jagd.
Auf K'aresh fanden sie Leerenenergie in einem Ausmaß, das selbst erfahrene Dämonenjäger herausforderte. Adarus begann sie zu verschlingen. Die Macht erfüllte ihn, ließ sich aber kaum kontrollieren. Ilyssa und Velaryn wichen nicht zurück. Sie schlossen sich ihm an, weil die Gefahr für sie zugleich das Versprechen einer größeren Beute war.
Adarus, Ilyssa und Velaryn
Die drei bildeten keine Armee der Schattenwache und dienten nicht wie Araz oder Naazindhri einem festen Betrieb. Sie waren Jäger, die ihre eigene Entscheidung in die Nähe der Manaschmiede geführt hatte. Gerade deshalb waren sie gefährlich. Sie brauchten keinen Befehl Salhadaars, um jeden anzugreifen, der zwischen ihnen und der Macht der Ödnis stand.
Adarus trug die größte Veränderung sichtbar in sich. Die Abgrundmacht drohte ihn zu überwältigen, doch er deutete den Kontrollverlust als weitere Prüfung seiner Stärke. Ilyssa und Velaryn hielten zu ihm und machten aus seiner riskanten Suche eine gemeinsame Jagd. Wo andere in der Leere den Untergang K'areshs erkannten, sahen sie eine neue Grenze, die überschritten werden konnte.
Die Ödnis vor der Schmiede
Nach dem Fall Araz' führte der Weg aus dem zentralen Betrieb in die Ödnis von K'aresh. Dort war die Verwüstung der Welt nicht mehr hinter Wänden und Maschinen verborgen. Sand, Glas und zerrissene Energie zeigten offen, was Dimensius hinterlassen hatte. Die Seelenjäger bewegten sich durch diese Landschaft wie durch ein neues Jagdrevier.
Ihr Kampf unterbrach den Vormarsch nicht im Auftrag eines Königs oder einer Fraktion. Er entstand aus ihrer Entscheidung, die Macht der Leere für sich selbst zu beanspruchen. Damit erinnerten sie daran, dass die Manaschmiede nicht nur treue Diener anzog. Eine Quelle so großer Energie lockte auch jene an, die glaubten, sie könnten jedes Gift beherrschen, solange sie stark genug seien.
Die Grenze der Selbstbeherrschung
Die Niederlage der Seelenjäger beendete ihre Suche nach größerer Beute. Sie beantwortete jedoch nicht die Frage, die ihre Geschichte aufwarf: Was bleibt von einem Dämonenjäger, wenn der Feind, für den er sich selbst verändert hat, nicht mehr existiert? Adarus suchte eine neue Antwort in der Leere und geriet dabei in dieselbe Gefahr, vor der Dämonenjäger andere oft gewarnt hatten.
Ilyssa und Velaryn folgten ihm aus Loyalität, Ehrgeiz oder derselben Rastlosigkeit. Gemeinsam wurden sie zu einem Hindernis auf dem Weg zu Salhadaar, aber auch zu einem Beispiel dafür, wie leicht eine alte Waffe nach dem Ende ihres Krieges eine neue Richtung sucht. Auf K'aresh fanden sie keine Aufgabe, sondern eine Macht, die ihr Verlangen nach Jagd gegen sie selbst kehrte.