Drei Wächterinnen Elunes
Die Schwestern des Mondes bestanden aus Jägerin Kasparian, Hauptmann Yathae Mondstreich und Priesterin Lunaspyre. Jede vertrat eine andere Form nachtelfischer Verteidigung: Klinge, Bogen und Mondmagie. Gemeinsam bewachten sie den Tempel bereits, bevor Aegwynn den besiegten Avatar von Sargeras tief unter seinen Hallen einschloss.
Der Tod entband die drei nicht von ihrer Pflicht. Ihre Geister blieben im Heiligtum und hielten an dem Auftrag fest, jeden Eindringling aufzuhalten. Mit den Jahrtausenden verlor dieser Schwur jedoch seinen Zusammenhang. Die Welt, der Tempel und selbst die Bedrohungen veränderten sich, während die Schwestern nur noch die Regel kannten, dass niemand passieren durfte.
Wenn Pflicht keine Gegenwart mehr kennt
Die Schwestern konnten Freund und Feind nicht mehr unterscheiden. Diejenigen, die das Grabmal von der Legion befreien wollten, erschienen ihnen ebenso als Entweiher wie die Dämonen selbst. Ihr Wahnsinn lag deshalb nicht in fehlender Treue, sondern in einer Treue, die jede neue Information abwies. Aus Bewachung wurde ein geschlossener Kreislauf aus Verdacht und Hinrichtung.
Im Brunnen der Elune teilten sich die drei nur genug Kraft, damit jeweils eine körperlich hervortreten konnte. Der Boden spiegelte wechselnde Mondphasen, und Licht wie Schatten stärkten unterschiedliche Angriffe. Ihre Verbundenheit bestand selbst im Verfall fort: Wenn eine Schwester zurücktrat, übernahm die nächste den alten Kampf.
Das Ende einer zu langen Wache
Erst ihre Niederlage machte den Weg zum Avatar frei. Die Schwestern starben damit nicht als Verräterinnen, sondern als Opfer eines Schwurs, den niemand hatte lösen können. Ihr Schicksal zeigte, dass Bewahrung allein nicht genügt. Eine Wache muss verstehen, was sie schützt und wer vor ihr steht, sonst kann selbst vollkommene Pflichterfüllung das Heiligtum gegen seine Retter wenden.