Der Weg nach Die Belagerung von Boralus
Boralus war Hafen, Hauptstadt und Herzschlag von Kul Tiras. Während die Stadt noch unter den Folgen von Verrat und Heimkehr litt, führte Priscilla Aschenwind Piraten, Söldner, Azeritgeschütze und eine Kreatur aus der Tiefe gegen ihre Mauern. Die Belagerung wurde zu einem Kampf um Straßen, Palast und Flotte zugleich. In Rothaken der Häcksler nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.
Die Eisenfluträuber sammelten in Freihafen nicht nur Seeleute. Ihre Macht beruhte darauf, jeden brauchbaren Schläger, Schützen und Plünderer unter ein gemeinsames Banner zu bringen. Rothaken musste keine feinen Gründe für Priscilla Aschenwinds Krieg verstehen. Für einen Oger, dessen Grausamkeit in ganz Kul Tiras gefürchtet wurde, genügte eine Stadt im Chaos und die Gewissheit, dass niemand seine Verwüstung bremste.
Aschenwinds Aufstand erreicht die Hauptstadt
Priscilla hatte lange mit Verträgen, Bestechung und der Macht ihrer Handelskompanie gearbeitet. Als diese Wege zerbrachen, ließ sie offene Gewalt sprechen. Eisenfluttruppen drangen in Boralus ein, während Azeritgeschütze den Palast bedrohten und im Hafen bereits eine größere Gefahr wartete. Rothaken gehörte zur groben Spitze dieses Angriffs: Er sollte Straßen nicht halten, sondern ihren Widerstand in Furcht verwandeln.
Die Belagerung wurde einst aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt. In der älteren Horde-Fassung stand Unteroffizier Badbrück selbst als Gegner am Beginn. Die heutige gemeinsame Fassung lässt Rothaken eintreffen und Badbrück töten. Darum erscheinen beide Namen in Aufzeichnungen zur Instanz. Sie bezeichnen keinen geheimen Doppelboss, sondern zwei Zustände einer Geschichte, deren Inszenierung später vereinheitlicht wurde.
Der Haken zieht Opfer aus der Reihe
Rothaken schleuderte seinen eisernen Haken nach einem Ziel und riss es zu sich. Wer eben noch zwischen Gefährten stand, fand sich plötzlich vor dem Oger wieder, abgeschnitten von jeder geplanten Ordnung. Anschließend stürmte er los. Seine Kraft war gefährlich, aber nicht klug: Lockte man ihn in Bomben der eigenen Eisenfluttruppen, fraß der Angriff sich durch Aschenwinds Schlachtreihe statt durch die Verteidiger.
Kanoniere, Schläger und Bombenwerfer machten den Platz um Rothaken zu einem fortwährenden Durcheinander. Die Belagerer wollten Masse und Lärm gegen die Stadt wenden. Doch gerade die Enge von Boralus ließ keinen Angriff für sich allein bestehen. Jeder Wurf konnte einen Verbündeten treffen, jeder Ansturm die eigene Stellung zerbrechen. Die Verteidiger gewannen, indem sie den Oger in das Chaos führten, das er so sehr genoss.
Rothaken war das passende Werkzeug für den ersten Schock, aber nicht für einen langen Krieg. Er konnte Menschen erschrecken, eine Hinrichtung unterbrechen und den Boden mit Gewalt beherrschen. Er konnte weder Priscillas Geschütze schützen noch die Bewegungen einer ganzen Stadt vorausdenken. Als seine Wucht gegen ihn selbst gelenkt wurde, blieb von seinem gefürchteten Ruf nur ein gefallener Brecher zwischen den eigenen Bomben.
Hinter dem Straßenkampf beginnt die eigentliche Belagerung
Mit Rothakens Fall war Boralus nicht gerettet. Schreckenskapitänin Luebke richtete ihre Kanonen weiterhin auf den Palast, Hadal Dunkelgrund zertrümmerte den Hafen und Viq'Goth bedrohte die Flotte. Der Oger hatte jedoch den ersten Plan Aschenwinds scheitern lassen: Die Stadt geriet nicht in kopflose Flucht. Ihre Verteidiger fanden einen Weg durch den Lärm und trugen den Kampf dorthin, wo die Belagerung gelenkt wurde.