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Der Rat der Stämme
Bosse

Der Rat der Stämme

Aka'ali die Bezwingerin, Kula die Schlächterin und Zanazal der Weise verkörperten eine kurze Dreierherrschaft nach Zandalars Bürgerkriegen. Ihr Bündnis brachte Frieden, doch in seiner letzten Zeit brach die Blutseuche aus, aus deren verbotenen Ritualen später die Blutstämme hervorgingen.

Der Weg nach Die Königsruh

Tief unter Atal'Dazar lag die Königsruh, versiegelt für jene Herrscher, deren Namen das Reich Zandalar geformt hatten. Zuls Anhänger brachen die Schutzschichten auf und richteten die Vergangenheit gegen die Lebenden. Wächter, Bestatter und tote Könige wurden damit Teil eines Angriffs, der Rastakhans Dynastie nicht nur stürzen, sondern ihre gesamte Erinnerung dem Blutgott G'huun unterwerfen sollte. In Der Rat der Stämme nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.

Es gab eine Zeit, in der kein einzelner Herrscher ganz Zandalar unter sich vereinen konnte. Familien und Machtgruppen rangen in Bürgerkriegen um die Nachfolge. Jeder Sieg schuf neue Gegner, und jeder Thronanspruch blieb zu schmal für ein Reich, dessen Gebiete und Traditionen weit auseinanderlagen. Schließlich entschieden drei Familien, dass eine geteilte Herrschaft weniger gefährlich sei als der nächste Versuch vollständiger Vorherrschaft.

Drei Stimmen schaffen einen kurzen Frieden

Aka'ali, Kula und Zanazal standen für diese Koalition. Sie waren selten einer Meinung, doch gerade ihre gegenseitige Begrenzung verhinderte, dass eine Familie alle anderen verdrängte. Zandalar kannte für eine Weile Frieden. Das Bündnis war kein Zeichen vollkommener Einigkeit, sondern eine politische Einsicht: Ein unvollständiger gemeinsamer Beschluss konnte besser sein als ein weiterer Krieg um den vollkommenen Sieg.

Aka'ali kämpfte mit unmittelbarer Kraft. Sie rammte Ziele durch den Raum und zwang andere, den Ansturm mit dem eigenen Körper abzufangen. Selbst nach ihrem Fall blieb ihr Geist im Kampf und wiederholte den vernichtenden Angriff. Die Bezwingerin verkörperte jene Seite der Herrschaft, die Grenzen setzte und Widerstand brach, aber ohne die beiden anderen Stimmen allein wieder Bürgerkrieg bedeutet hätte.

Kula lässt Klingen weiterkreisen

Kula warf Äxte, die nicht mit einem einzigen Treffer endeten. Sie kreisten durch den Raum und machten vergangene Entscheidungen weiter gefährlich. Auch ihr Geist blieb nach der Niederlage aktiv. Die Schlächterin stand für die unerbittliche Konsequenz politischer Gewalt: Eine einmal geworfene Klinge verschwindet nicht, nur weil der Herrscher, der sie warf, den nächsten Beschluss nicht mehr erlebt.

Zanazal wirkte Blitz und Gift und rief mehrere Totems. Manche heilten, andere zogen Energie ab, schützten oder drohten mit einer Entladung. Der Weise beherrschte keine einzelne Antwort, sondern ein System voneinander abhängiger Kräfte. Wer ihn erreichen wollte, musste entscheiden, welche Stütze zuerst fiel. Damit erinnerte sein Kampf am deutlichsten an die alte Koalition: Macht lag nicht nur in einer Person, sondern in den Verbindungen um sie herum.

Die Blutseuche überschattet die letzte Zeit

Während der letzten Epoche des Rates tötete eine Seuche des verderbten Blutes Tausende. Zu verseuchte Körper wurden verbrannt und in Urnen bewahrt. Einige hielten trotzdem an der Magie des Blutgottes fest, verfeinerten Totems und lernten, Leben und Blut anderer in sich aufzunehmen. In dieser Zeit lag der Ursprung jener Gruppen, die Zandalar später als Blutstämme fürchten sollte.

In der Königsruh erschienen die drei Herrscher nicht, um ihre alte Debatte fortzusetzen. Zuls Magie machte sie zu aufeinanderfolgenden Prüfungen, deren Geister den Kampf über den Tod hinaus beeinflussten. Die Lebenden mussten eine Regierungsform niederringen, die einst Frieden gebracht hatte. Ihr zweiter Tod war nötig, damit G'huun nicht ausgerechnet durch die Körper jener Zeit zurückkehrte, in der seine Blutmagie neue Wurzeln geschlagen hatte.