Vier Stimmen einer Herrschaft
Gathios war Blutritter und Frontkämpfer, Malande Priesterin, Zerevor ein Meister der Nethermagie und Veras ein lautloser Schurke. Keiner von ihnen stand allein für Illidans Reich. Zusammen zeigten sie, wie unterschiedliche Begabungen der Blutelfen in eine neue Führungsschicht überführt worden waren. Ihre gemeinsame Stärke beruhte darauf, dass jede Schwäche eines Mitglieds von den anderen gedeckt wurde.
Viele Blutelfen waren Illidan gefolgt, weil Kael'thas ihnen in der Scherbenwelt Rettung vor ihrem magischen Hunger versprochen hatte. Der Rat blieb im Schwarzen Tempel, während Kael'thas sich immer enger an Kil'jaeden band. Ob aus Loyalität zu Illidan, aus eigener Macht oder weil eine Rückkehr nach Quel'Thalas unmöglich schien: Die vier hielten eine Ordnung aufrecht, deren ursprüngliches Versprechen längst zerbrochen war.
Die letzte Tür vor Illidan
Der Rat bewachte nicht einfach einen Korridor. Er war Illidans Regierung im Kleinen. Mit seinem Fall verlor der Herrscher die letzte geschlossene Führung zwischen sich und den Angreifern. Akamas Aufstand, Maievs Rache und der Vormarsch aus Azeroth standen nun unmittelbar vor dem Gipfel. Die Niederlage der vier machte sichtbar, dass Illidans Reich nicht an einer einzelnen Schlacht zerbrach, sondern Schicht um Schicht seine Diener, Verbündeten und Rechtfertigungen verlor.