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Paw’don
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Paw’don

Paw’don lebt von seinen Apfelgärten und einem im Jadewald geschätzten Cidre. Als Hordetruppen Bäume fällen und Kinder als Druckmittel entführen, helfen Soldaten der Allianz dem Dorf. Aus dieser Rettung entsteht ein Bündnis, dessen Narben noch Jahrzehnte später in den neu gepflanzten Gärten sichtbar sind.

Ein Dorf, das von seinen Wurzeln lebt

Paw’don liegt im südwestlichen Jadewald, nördlich der Küste, an der später die ersten großen Kriegsschiffe zerschellten. Eine Brücke verbindet die beiden Teile des Dorfes. Bürgermeister Sunke Khang führte eine Gemeinschaft, deren Wohlstand nicht auf Waffen oder seltenen Erzen beruhte, sondern auf Apfelbäumen. Aus ihrer Ernte stellten die Bewohner einen Cidre her, der im ganzen Jadewald geschätzt wurde. Die Gärten lieferten Nahrung, Arbeit und den Geschmack, an dem viele Familien ihre Heimat erkannten.

Diese Abhängigkeit machte Paw’don zugleich verletzlich. Ein alter Apfelbaum ließ sich nicht ersetzen wie ein zerbrochener Zaun. Seine Wurzeln brauchten Jahre, bevor die Früchte wieder jene Tiefe bekamen, die den Cidre auszeichnete. Für Sunke Khang waren die Gärten daher mehr als Besitz. Sie verbanden gegenwärtige Bewohner mit den Händen früherer Generationen, die den Boden gepflegt hatten.

Der Krieg verlangt eine Entscheidung

Nach der Ankunft der fremden Flotten verlangten Hordetruppen Handel und Unterstützung. Sunke Khang lehnte ab. Daraufhin wurden Kinder aus Paw’don entführt, um ihn unter Druck zu setzen, und Arbeiter begannen, die Apfelbäume zu fällen. Der Bürgermeister bat die Shado-Pan um Hilfe, doch deren Kräfte befanden sich weit entfernt in Kun-Lai. Für die Familien des Dorfes war der Krieg, von dem sie am Morgen noch nichts gewusst hatten, plötzlich in ihren Häusern und Gärten angekommen.

Eine Gruppe der Allianz griff ein, befreite die Kinder und rettete, was von den Plantagen noch zu retten war. Khang schloss sich daraufhin der Allianz an. Diese Entscheidung entstand nicht aus einer alten Feindschaft gegen die Horde und nicht aus Begeisterung für die Politik Stormwinds. Sie folgte einer unmittelbaren Erfahrung: Eine Seite hatte sein Dorf als Druckmittel behandelt, die andere seine Bewohner geschützt. Paw’don wurde zum ersten verlässlichen Stützpunkt der Allianz im Jadewald und später durch ein Portal mit Stormwind verbunden.

Junge Bäume tragen die Erinnerung

Der Wiederaufbau dauerte länger als die Schlacht. Neue Bäume wurden gepflanzt, doch Sunke Khang wusste, dass ihre Früchte zunächst anders schmecken würden. Als Chen Sturmbräu, Li Li und Catelyn die Klinge um das Jahr 40 nach Paw’don kamen, war Khang bereits als Bürgermeister zurückgetreten. Die jungen Plantagen trugen ihre ersten Äpfel. Er bot den Besuchern Cidre an, sprach aber mit Trauer über die verlorenen alten Bäume. Die neuen Wurzeln reichten noch nicht tief genug, sagte er, und deshalb fehle dem Getränk die frühere Fülle.

In dieser Beobachtung lag die ganze Nachgeschichte des Dorfes. Paw’don war gerettet worden, aber Rettung machte den Verlust nicht ungeschehen. Kinder kehrten zu ihren Familien zurück, Häuser wurden repariert und der Handel begann erneut. Trotzdem brauchte die Landschaft eine Generation, um sich zu erholen. Das Bündnis mit der Allianz blieb bestehen, doch seine Grundlage war keine abstrakte Fraktionstreue. Es war die Erinnerung an den Tag, an dem Fremde halfen, während andere Fremde die Zukunft des Dorfes absägten.