Der Mann an Garroshs Seite
Malkorok stammte aus dem Schwarzfelsclan und hatte zuvor in Rend Schwarzfausts Dunkler Horde gedient. Später schwor er Garrosh Höllschrei die Treue. In Pandaria wurde er dessen Leibwächter, Berater und Anführer der Kor’kron. Damit war er nicht bloß ein Offizier unter vielen, sondern die Stimme und Faust des Kriegshäuptlings in seiner unmittelbaren Nähe.
Die überlieferten Szenen aus dieser Zeit zeigen deutlich, wie er diese Stellung auslegte. Als Baine Bluthuf Garroshs Pläne gegen Theramore kritisierte, stellte Malkorok sich ihm entgegen, bis Garrosh ihn zurückrief. Nach der Zerstörung Theramores unterstützte er die Einschüchterung und Verfolgung von Kritikern innerhalb der Horde. Die Kor’kron wurden unter dieser Führung immer weniger als Schutztruppe des Amtes wahrgenommen und immer stärker als Werkzeug von Garroshs persönlicher Herrschaft.
Die Kor’kron und der innere Krieg
Vor der Belagerung von Orgrimmar gehörte Malkorok zu den einflussreichsten Vertretern der Wahren Horde. Er stand für eine Loyalität, die keine Trennung mehr zwischen der Horde und der Person des Kriegshäuptlings zuließ. Wer Garrosh widersprach, erschien in dieser Logik nicht als Verbündeter mit einer anderen Meinung, sondern als Gegner.
Diese Haltung machte Malkorok zu einem wichtigen Teil von Garroshs Aufstieg, aber nicht zu seinem Ersatz. Die Entscheidungen über Pandaria, die Gewalt gegen die eigene Horde und der Griff nach dem Herzen Y’Shaarjs blieben Garroshs Entscheidungen. Malkorok sorgte dafür, dass sie mit den Mitteln der Kor’kron durchgesetzt wurden.
Der freiwillige Träger des Herzens
Als Garrosh einen Freiwilligen suchte, der die Macht des Herzens von Y’Shaarj aufnehmen sollte, bot Malkorok sich an. Das Herz war eine Quelle der Verderbnis und Gewalt, nicht bloß eine Auszeichnung. Während der Belagerung stand er deshalb verändert und von dieser Macht erfüllt im Untergrund Orgrimmars, um Garroshs Zugang zu bewachen.
Die Angreifer besiegten ihn, bevor sie den Kriegshäuptling erreichen konnten. Malkoroks Ende fasst seine Rolle zusammen: Er stellte seinen Körper, seinen Rang und seine Treue vollständig in den Dienst Garroshs. Seine Geschichte ist nicht die eines heimlichen Drahtziehers, sondern die eines Vollstreckers, der den Kurs seines Anführers bis zuletzt mittrug.