Ehre und StärkeBlackmoore
Magierlord Urom
Bosse

Magierlord Urom

Urom war ein Magier des Kirin Tor, bevor er Dalaran verriet und Malygos Treue schwor. Der blaue Aspekt gewann damit mehr als einen mächtigen Zauberer: Urom kannte die Denkweise, Stärken und Schwächen seiner früheren Gefährten und machte dieses vertraute Wissen zur Waffe gegen sie.

Der Weg nach Das Oculus

Das Oculus schwebte als mehrstöckige Warte über Kaltarra. Während des Nexuskriegs liefen hier die umgeleiteten Leylinien zusammen, blaue Drachen hielten gefangene Artgenossen und Malygos' Diener verteidigten Ring um Ring die Kontrolle über Azeroths Magie. Der Weg nach oben begann in einem Gefängnis und endete im freien Himmel, wo nur befreite Drachen die letzte Höhe erreichen konnten. In Magierlord Urom erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.

Urom hatte dieselben Hallen des Lernens gekannt wie die Magier, die Malygos nun vernichten wollte. Er verstand ihre Schulen, Gewohnheiten und Verteidigungspläne. Sein Verrat kam deshalb nicht von außen. Er nahm Wissen mit, das ihm im Vertrauen einer Gemeinschaft gegeben worden war, und übergab es jener Macht, die diese Gemeinschaft auslöschen wollte.

Warum Malygos ihn willkommen hieß

Für den blauen Drachenschwarm war Urom ein seltener Gewinn. Drachen konnten Dalarans Zauber übertreffen, doch Urom wusste, wie die Sterblichen dachten, wann sie zögerten und auf welche Muster sie sich verließen. Er war Übersetzer und Waffe zugleich. Seine Treue bewies, dass der Nexuskrieg nicht sauber zwischen Drachen und Sterblichen verlief.

Urom stellte sich seinen Verfolgern zunächst nicht unmittelbar. Auf mehreren schwebenden Plattformen rief er Gruppen aus Tieren, Elementaren und anderen Dienern herbei und verschwand zum nächsten Ring. Jeder Sprung kaufte ihm Zeit und verbrauchte die Kräfte seiner Gegner. Erst nachdem seine vorgeschobenen Wächter gefallen waren, wich er in die Mitte des Oculus zurück.

Im letzten Kampf fror eine Frostbombe den Boden und verlangsamte jeden, der zu lange darin stand. Eine Zeitbombe machte den Zustand eines Verletzten zur Gefahr für seine Umgebung: Je mehr Leben bis zur Explosion fehlte, desto schwerer traf sie die Nahestehenden. Urom verwandelte damit nicht nur Raum, sondern auch den falschen Augenblick der Heilung in eine Waffe.

Die Explosion im Mittelpunkt

Immer wieder versetzte Urom sich in die Mitte, wurde unangreifbar und sammelte eine gewaltige arkane Explosion. Säulen am Rand boten Schutz, wenn seine Gegner rechtzeitig dorthin gelangten. Der Verräter zwang sie, seine Absicht zu lesen und Deckung zu suchen. Genau dieses Wissen über magisches Verhalten hatte einst auch zu seiner Ausbildung im Kirin Tor gehört.

Uroms Tod nahm Malygos einen kundigen Diener, gab Dalaran aber nicht zurück, was er bereits verraten hatte. Pläne, Gewohnheiten und Schwächen ließen sich nicht wieder unbekannt machen. Sein Fall öffnete den Weg zu Eregos und erinnerte zugleich daran, dass Gemeinschaften nicht nur durch größere Macht bedroht werden. Manchmal genügt ein Einzelner, der vertrautes Wissen gegen jene wendet, von denen er es erhalten hat.