Der Weg nach Das Oculus
Das Oculus schwebte als mehrstöckige Warte über Kaltarra. Während des Nexuskriegs liefen hier die umgeleiteten Leylinien zusammen, blaue Drachen hielten gefangene Artgenossen und Malygos' Diener verteidigten Ring um Ring die Kontrolle über Azeroths Magie. Der Weg nach oben begann in einem Gefängnis und endete im freien Himmel, wo nur befreite Drachen die letzte Höhe erreichen konnten. In Varos Wolkenwanderer erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Varos kämpfte nicht erst, als das Oculus angegriffen wurde. Seit Beginn des Krieges koordinierte er Schläge gegen den Wyrmruhbund, der rote, grüne, bronzene und nicht abtrünnige blaue Drachen gegen Malygos' Feldzug vereinte. Jeder Angriff sollte den Widerstand schwächen, bevor die umgelenkten Leylinien Azeroths magische Ordnung endgültig unter die Kontrolle des Zauberwebers brachten.
Als der Druck auf das Oculus wuchs, wurde Varos aus dem offenen Krieg zurückgerufen. Ein Feldherr, der draußen Drachenverbände geführt hatte, sollte nun den inneren Ring halten. Er kam vorbereitet: Hauptleute kreisten über der Anlage, blaue Drachen warteten in Reichweite und die Plattform selbst war bereits in sein Verteidigungsmuster eingebunden.
Eine Festung, die ihrem Hauptmann Energie leiht
Varos zapfte die Macht des Oculus unmittelbar an. Arkane Kerne am Rand leuchteten auf und entluden ihre Kraft in einen Abschnitt der Plattform. Die Gefahr wanderte ringsum. Wer stehen blieb, wurde von der Anlage getroffen; wer gedankenlos auswich, konnte in den nächsten bereits erwachenden Bereich laufen. Der Hauptmann ließ Architektur wie eine Formation rotieren.
Azurhauptleute erschienen über dem Ring und lenkten Strahlen auf einzelne Gegner. Die Energie folgte ihrem Ziel und zwang jeden, sich zu bewegen, ohne den Weg der anderen zu kreuzen. Varos führte damit auf mehreren Ebenen zugleich: Er kämpfte im Zentrum, seine Offiziere griffen aus der Luft an und die Kerne bestimmten den noch sicheren Boden.
Seine arkane Markierung erhöhte sowohl verursachte als auch empfangene Magie. Was wie eine Verstärkung wirken konnte, machte das Ziel zugleich empfindlicher. Darin lag die Logik des Nexuskriegs im Kleinen: Mehr Magie bedeutete nicht automatisch mehr Sicherheit. Jede gesteigerte Kraft öffnete auch einen größeren Weg, auf dem fremde Kraft zurückschlagen konnte.
Der Ring verliert seinen Befehlshaber
Mit Varos fiel der militärische Koordinator des Oculus. Seine Drachen waren nicht besiegt und die Leylinien nicht befreit, doch der Ring hörte auf, als einheitliche Waffe zu handeln. Der Weg zu Magierlord Urom wurde offen. Aus dem Krieg zwischen Drachenschwärmen führte er nun zu einem Sterblichen, der seine frühere Gemeinschaft verraten hatte und genau deshalb für Malygos besonders wertvoll geworden war.