Der Weg nach Das Kronsteiganwesen
Das Kronsteiganwesen war der Sitz eines Hauses, dessen Ahnherr Arom einst Gorak Tul und die Drust bezwungen hatte. Jahrtausende später öffnete Lady Meredith Kronsteig aus Angst um ihren sterbenden Mann dieselbe Tür erneut. Hexenmagie, gebundene Seelen und wiederbelebte Körper verwandelten das Familienheim in den Mittelpunkt von Drustvars Fluch. In Lord und Lady Kronsteig nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.
Arthur Kronsteig stammte von Arom Kronsteig ab, dem Gründer des Hauses und Bezwinger Gorak Tuls. Seit jenem Krieg versorgte Haus Kronsteig Kul Tiras mit Erz und starken Kriegern. Das Anwesen trug die Erinnerung an einen Sieg über die Drust in Wappen, Mauern und Familiennamen. Umso bitterer war es, dass derselbe Feind nicht durch eine Armee, sondern durch die Angst einer Ehefrau zurückkehren konnte.
Arthur wird unheilbar krank
Arthur hatte Meredith geheiratet, und ihre Tochter Lucille sollte das Erbe des Hauses fortführen. Dann erkrankte der Lord schwer. Rang und Reichtum konnten seinen Körper nicht retten. Für Meredith wurde jeder Tag zum Herannahen einer Trennung, die sie nicht akzeptieren wollte. Ihre Liebe war wirklich, doch Verzweiflung machte sie bereit, jede Antwort für Gnade zu halten, solange sie nur versprach, Arthur nicht sterben zu lassen.
Aus Thros hörte Gorak Tul ihre Bitte. Er versprach, der Tod werde das Paar niemals scheiden, und verlangte einen Preis. Meredith nahm die Drustmagie an, gründete den Herzbannzirkel und verbreitete seinen Einfluss durch Drustvar. Die Formulierung seines Versprechens war vollkommen und grausam zugleich. Arthur blieb bei ihr, aber als verfaulter, untoter Körper; Nähe wurde bewahrt, während fast alles, was sie wertvoll gemacht hatte, verloren ging.
Während der Orden der Glut das Anwesen stürmte, sah Lucille ihren Vater und ihre Mutter in ihrer verwandelten Gestalt. Meredith behauptete, Arthur sei lebendig und wohlauf und solle sogar über ganz Kul Tiras herrschen. Für die Tochter war die Lüge sichtbar. Ihr Vater stand vor ihr, doch Krankheit und Rettung hatten keinen gesunden Mann ergeben. Die Familie war körperlich vereint und menschlich bereits auseinandergebrochen.
Meredith spielt den Kampf aus der Ferne
In den Katakomben schickte Meredith zunächst Arthur vor. Von ihrer Orgel aus schleuderte sie schmerzhafte Akkorde und ließ verdorbene Klänge durch den Raum schlagen. Arthur griff mit fauliger Kraft an und verteilte Krankheit. Selbst die Musik des Hauses, einst Teil von Feier und Erinnerung, diente nun dazu, den untoten Ehemann bei seiner Jagd zu begleiten.
Sobald Arthur zusammenbrach, übertrug Meredith einen Teil ihrer eigenen Lebenskraft und stellte ihn wieder her. Sie erfüllte Gorak Tuls Versprechen mit jeder Wiederbelebung selbst. Der Tod durfte sie nicht trennen, also starb sie Stück für Stück an seiner Stelle. Schließlich trat sie geschwächt in den Kampf, unfähig loszulassen, obwohl jeder neue Atemzug ihres Mannes ihren eigenen verkürzte.
Der Tod öffnet die Tür zu Gorak Tul
Arthur und Meredith starben zusammen. Lucille glaubte für einen Augenblick, der Albtraum sei vorbei. Doch Meredith war Gorak Tuls Gefäß gewesen, und ihr Tod öffnete den Riss, durch den der Drustkönig seine Stimme und seine Krieger erneut nach Azeroth schickte. Die Liebe hatte den Tod nicht besiegt; sie hatte dem alten Feind des Hauses einen Weg gebaut. Erst hinter dem Paar wartete jener Mann, der ihr Versprechen von Anfang an als Waffe formuliert hatte.