Ehre und StärkeBlackmoore
Magmahauer
Bosse

Magmahauer

Magmahauer war ein Magmamammut, das durch einen experimentellen Trank der Djaradin entstellt wurde. Die Mischung tötete seine Betreuer, ließ das Tier gewaltig anwachsen und trieb feurige Tentakel aus seinem Rücken. Jede neue Mutation machte Lavaatem, Sturmangriff und Ausbrüche stärker, bis von einem beherrschbaren Versuchstier nichts mehr übrig war.

Der Weg nach Neltharus

Neltharus lag unter der Obsidianzitadelle und hatte dem schwarzen Drachenschwarm als Hort, Kaserne und Schmiede gedient. Als die Djaradin aus ihrem Schlaf erwachten, fanden sie die Anlage verlassen und erklärten ihre Geheimnisse zum Eigentum der Qalashi. Bald wurden alte Drachenwaffen neu geschmiedet, Experimente an Bestien erprobt und die Schätze Neltharions für den nächsten Krieg gegen seine Nachkommen durchsucht. In Magmahauer nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.

Magmahauer lebte in einem Teil Neltharus', der einst dem Nachwuchs des schwarzen Drachenschwarms gedient hatte. Nach der Besetzung hielten Qalashiausbilder das Magmamammut dort fest. Für die Djaradin war das Tier nicht nur ein Lastenträger oder Wächter. Sein Körper bot die Möglichkeit, gestohlene Geheimnisse Neltharions unmittelbar zu erproben.

Der Trank des Hochturgisten

Hochturgist Fural gab Magmahauer eine experimentelle Mischung. Was als kontrollierte Verstärkung gedacht gewesen sein mochte, reagierte augenblicklich und explosiv. Die anwesenden Djaradin starben, während das Mammut wuchs. Damit endete die Aufsicht im selben Moment, in dem das Experiment seine Wirkung bewies. Niemand blieb übrig, der das Ergebnis noch begrenzen konnte.

Aus Magmahauer brachen glühende Tentakel hervor. Sie gehörten nicht zur natürlichen Gestalt eines Mammuts und machten jede Bewegung zur Quelle zusätzlicher Lava. Der Körper war nicht einfach größer geworden. Er hatte begonnen, neue Werkzeuge der Zerstörung auszubilden, als suche die instabile Magie selbst nach immer mehr Öffnungen, durch die sie entweichen konnte.

Während des Kampfes sammelte Magmahauer Magma in sich. Erreichte die innere Hitze ihren Höhepunkt, kam es zu einer weiteren unbeständigen Mutation. Ein neuer Tentakel wuchs, ein Ausbruch erfasste die Gruppe und alle folgenden Fähigkeiten wurden gefährlicher. Zeit arbeitete damit für die Bestie. Jeder überstandene Zyklus machte den nächsten länger, breiter und schwerer zu kontrollieren.

Lava aus jedem neuen Glied

Die Tentakel schleuderten Magmaklumpen auf entfernte Ziele und hinterließen flüssig heißen Boden. Magmahauer spie Lava vor sich und wurde in den eigenen Feuerflächen noch stärker. Die Gefährten mussten ihn aus der Hitze führen, obwohl sein gewaltiger Körper den Raum bereits einschränkte. Jede schlecht gelegte Lache gab dem Experiment die Umgebung, in der es am mächtigsten war.

Wenn Magmahauer angriff, riss er alle in seiner Bahn mit. Am Ende des Laufs schickte jeder vorhandene Tentakel eine eigene Lavawelle durch die Kammer. Was beim ersten Ansturm noch wie ein einzelner Ausbruch wirkte, wurde nach mehreren Mutationen zu einem Fächer aus Feuer. Die Gruppe konnte beobachten, wie ihre verbleibende Zeit buchstäblich auf dem Rücken des Mammuts anwuchs.

Magmahauer verfolgte keinen Plan gegen Drachen und kannte Sarghas Suche nach Macht nicht. Der Trank hatte ihm Größe und Gewalt gegeben, aber keinen neuen Sinn. Sein Zustand war das Ergebnis einer Kultur, die ein lebendes Wesen als Behälter für ein Geheimnis behandelte. Dass die Bestie danach auch ihre Erschaffer tötete, war keine Rache. Es war die erste unkontrollierte Folge des Experiments.

Das Experiment endet

Die Gefährten hielten Magmahauer aus der Lava, wichen den wachsenden Wellen aus und töteten ihn, bevor weitere Tentakel den ganzen Raum beherrschten. Der Sieg beseitigte das Ergebnis, nicht das Wissen, das den Trank ermöglicht hatte. Im Herzen Neltharus' durchsuchte Sargha bereits den Hort. Dort warteten genügend weitere Werkzeuge, um aus einem fehlgeschlagenen Versuch nur eine frühe Lektion zu machen.