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Honigtau
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Honigtau

Honigtau ist ein Dorf von Bauern und Brauern im nordwestlichen Jadewald. Der Luftkrieg zwischen Horde und Allianz verwüstet seine Felder, bevor Bürgermeister Honigtau den Überlebenden der abgestürzten Hordenflotte Zuflucht gewährt. Aus einer neutralen Hilfe entsteht ein dauerhafter Stützpunkt der Horde.

Brauer, Bauern und ein stiller Norden

Honigtau lag lange abseits der großen Auseinandersetzungen Pandarias. Die Familie Honigtau führte das Dorf, während die Honigpfoten seine bekannte Brauerei betrieben. Bauern bestellten die umliegenden Felder, Jäger versorgten die Gemeinschaft und in den Kellern reifte Honigbräu. Der Ort besaß keine Armee, mit der er einem fremden Reich hätte drohen können. Sein Reichtum bestand in einer Landschaft, die genug hervorbrachte, wenn man sie mit Geduld behandelte.

Diese Ruhe endete, noch bevor viele Bewohner verstanden, wer die Neuankömmlinge waren. Allianztruppen errichteten in der Nähe den Donnerposten und zwangen Freiwillige zum Bau eines Flugfeldes. Kurz darauf erschien die Hordenkanonenflotte unter General Nazgrim. Aus einem unbekannten Streit jenseits der Nebel wurde ein Luftkampf über Feldern, deren Besitzer keiner Seite etwas getan hatten.

Höllschreis Faust fällt vom Himmel

Das Hordenluftschiff Höllschreis Faust bekämpfte die Allianzstellungen, wurde jedoch schwer beschädigt und stürzte hinter Honigtau ab. Geschosse trafen Äcker, Vorräte gingen verloren und Fässer aus der Brauerei zerbarsten. Die Hordensoldaten hatten ihren Gegner geschlagen, standen nun aber verwundet und ohne sichere Basis in einem Land, das sie kaum kannten. Bürgermeister Honigtau hätte sie fortschicken können. Stattdessen erlaubte er ihnen, die Verletzten im Dorf zu versorgen und die Überlebenden zu sammeln.

Seine Hilfe war an eine klare Bedingung gebunden: Honigtau sollte neutral bleiben. Für ihn zählte zunächst, dass Verwundete nicht vor den Toren starben und die unmittelbare Gewalt endete. In der Praxis banden Versorgung, gemeinsame Verteidigung und der weitere Feldzug das Dorf dennoch an die Horde. Ein Portal nach Orgrimmar entstand, Soldaten blieben und aus der vorläufigen Zuflucht wurde einer der wichtigsten Zugänge der Horde nach Pandaria.

Gastfreundschaft wird politische Wirklichkeit

Honigtaus Geschichte zeigt, wie schnell eine freundliche Entscheidung politische Folgen annimmt. Der Bürgermeister hatte keinen Eroberungsvertrag unterschrieben. Er hatte Menschen aufgenommen, die Nahrung und medizinische Hilfe brauchten. Doch eine Armee, die sich in einem Dorf erholt, verändert dessen Stellung. Für die Allianz wurde Honigtau zum feindlichen Stützpunkt; für die Horde war es der Ort, an dem ihr Feldzug nach dem Absturz weitergehen konnte.

Der Alltag verschwand trotzdem nicht vollständig. Die Bewohner brauten weiter, bestellten neue Felder und versuchten, die Schäden zu beheben. Gerade deshalb unterscheidet sich Honigtau von einer eigens errichteten Festung. Der Krieg legte sich über eine bestehende Gemeinschaft und benutzte ihre Wege, Vorräte und Gastfreundschaft. Was als begrenzte Hilfe begann, schrieb das Dorf in die Geschichte zweier Fraktionen ein, obwohl seine Bewohner ursprünglich nur ihr Zuhause bewahren wollten.