Azsharas Schmetterer
Harjatan war kein Murloc und kein zufällig aufgestiegener Küstenhäuptling. Er war eine Naga-Bestie, von Geburt an darauf trainiert, Feinde zu zerschmettern. Seine Gewalt war kein Nebenprodukt eines Stammeskampfs, sondern die Aufgabe, für die er gehalten und geformt worden war.
Königin Azshara schätzte Harjatan und entsandte ihn in das Grabmal des Sargeras. Sein Ziel war der Gezeitenstein von Golganneth, eine Säule der Schöpfung, deren Macht bereits mehrfach zum Kern der Pläne Azsharas geworden war.
Der Weg zum Gezeitenstein
Die Naga nutzten die überfluteten Bereiche des Grabmals als Zugang zu den tieferen Hallen. Harjatan stand dort nicht für eine eigene politische Geschichte, sondern als die rohe Gewalt hinter einem sehr klaren Auftrag. Wer ihm begegnete, stand zwischen Azsharas Dienern und dem Relikt, das sie für ihre Königin beanspruchen wollten.
Seine Kampfweise passt zu dieser Rolle: Wasser, Wucht und der Wille, jeden Widerstand niederzuschlagen. Die Murlocs und anderen Kreaturen der Tiefe waren Teil der gefährlichen Umgebung, aber sie machten aus Harjatan keinen ihrer Anführer. Seine Loyalität galt der Naga-Hierarchie und zuletzt Azsharas Befehl.
Eine Bestie im großen Plan
Harjatans Niederlage öffnete den Weg weiter in die gefluteten Hallen. Sie nahm Azshara nicht ihr Ziel, aber sie entzog ihr einen der stärksten Vollstrecker, die den Zugang zum Gezeitenstein sichern sollten.
Gerade weil Harjatan keine lange eigene Biografie braucht, zeigt er etwas Wesentliches über Azsharas Macht. Nicht jede Bedrohung im Grabmal kam aus den Reihen der Legion. Die Naga verfolgten ihren eigenen Plan und brachten dafür Geschöpfe mit, die nur darauf abgerichtet waren, jeden Weg durch Gewalt zu schließen.