Der Weg nach Obere Schwarzfelsspitze
Die Obere Schwarzfelsspitze war Rends Thronsaal und zugleich Nefarians Vorhof. Hinter dem Siegel des Aufstiegs lagen eine gefesselte Feuerwache, die Brutstätte des schwarzen Drachenschwarms, eine Arena für Rends große Inszenierung und Drakkisaths militärisches Zentrum. Die Orcs nannten Rend Kriegshäuptling, doch Dracheneier, chromatische Brut und eine Befehlskette bis zu Nefarian zeigten, wem die Festung tatsächlich diente. In Gyth erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Gyth gehörte zum chromatischen Drachenschwarm, Nefarians Versuch, die Kräfte verschiedener Drachenlinien in neuen Wesen zu verbinden. Sein Atem konnte brennen, frieren und Rüstung mit Säure zersetzen. Was bei natürlichen Schwärmen getrennte Herkunft und Aufgabe ausdrückte, wurde in Gyth zu einem Arsenal in einem einzigen Körper.
Das Reittier des falschen Kriegshäuptlings
Rend Schwarzfaust wählte Gyth als persönliches Reittier. Das Bündnis gab dem Orc mehr als Beweglichkeit. Wer einen chromatischen Drachen ritt, zeigte vor den versammelten Anhängern, dass Nefarians neue Macht dem eigenen Anspruch diene. Tatsächlich zeigte Gyth ebenso deutlich, wie vollständig Rends Herrschaft bereits von der schwarzen Drachenbrut getragen wurde.
Im Schwarzfelsstadion schickten Rend und Lord Victor Nefarius Welle um Welle von Orcs und chromatischer Brut gegen Eindringlinge. Das Publikum auf den Rängen machte aus dem Kampf Unterhaltung; Nefarian machte ihn zugleich zum Test seiner Geschöpfe. Jeder gefallene Drache lieferte Erkenntnis, und jeder erschöpfte Gegner bereitete den Auftritt des Kriegshäuptlings vor.
Vaelastrasz antwortet auf das Siegel
Das Siegel des Aufstiegs trug Schutzzauber des roten Drachen Vaelastrasz. Als die Helden Rend erreichten, riefen sie damit eine Projektion des Drachen herbei. Vaelastrasz heilte und ermutigte sie, bevor er Gyth mit seiner weit größeren Gestalt angriff. Für einen Augenblick stand Nefarians künstliche Brut unmittelbar der Macht eines natürlichen roten Drachen gegenüber.
Vaelastrasz' Feuer zwang Rend, Gyth zu verlassen und am Boden weiterzukämpfen. Ohne seinen Reiter wirkte der chromatische Drache orientierungslos. Diese Trennung legte die Schwäche ihrer Inszenierung offen. Gyth war mächtig, Rend erfahren, doch ihre vereinte Überlegenheit hing daran, dass niemand von außen die sorgfältig aufgebaute Arenaordnung durchbrach.
Der Drache hinter dem Titel
Gyths Niederlage war mehr als der Verlust eines Reittiers. Sie nahm Rend das sichtbarste Zeichen seiner Verbindung zu Nefarian und entlarvte den Kriegshäuptling als sterblichen Orc hinter einem experimentellen Drachen. Zugleich führte der Weg weiter zu Nefarians Laboren, in denen Gyth nicht als einmaliges Wunder, sondern als Vorstufe einer ganzen neuen Streitmacht verstanden werden musste.