Ehre und StärkeBlackmoore
Gug'rokk
Bosse

Gug'rokk

Gug'rokk stammte aus Hochfels und verachtete zunächst den abgelegenen Gouverneursposten in der Blutschlägermine. Bald erkannte er dessen Reiz: absolute Macht bei minimaler Aufsicht. Auf seinem Thron verwandelte er Gefangene, Elementare und selbst die Öfen in Besitz, bis ein Aufstand den Mann erreichte, der sich außerhalb jeder Kontrolle sicher geglaubt hatte.

Der Weg nach Blutschlägermine

Unter dem Frostfeuergrat trieben die Oger des Blutschlägerklans Gefangene aus ganz Draenor in glühende Stollen. Die Mine lieferte Erz, Schlacke und lebende Arbeitskraft für ein System, in dem jeder Körper als Besitz galt. Elementare wurden gebunden, Sklaven mit Gewalt angetrieben und die fern gelegene Anlage von einem Gouverneur beherrscht, der gerade deshalb Gefallen an seinem Posten fand, weil kaum jemand seine Methoden überprüfte. In Gug'rokk nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.

Gug'rokk kam in Hochfels zur Welt, der Hauptstadt eines Reiches, in dem Rang, Magie und Nähe zur Macht das Leben der Oger bestimmten. Eine Mine tief unter dem Frostfeuergrat erschien ihm zunächst wie Verbannung an den Rand der Bedeutung. Statt höfischer Anerkennung warteten dort Hitze, Staub und eine Bevölkerung, die vor allem aus Gefangenen bestand.

Der Reiz geringer Aufsicht

Mit der Zeit erkannte Gug'rokk, was der abgelegene Posten bot. Kaum jemand aus Hochfels beobachtete seine Entscheidungen, während in der Mine jeder Befehl unmittelbar galt. Er konnte Sklaven verkaufen, Elementare binden und Erträge verteilen, ohne ständig einem mächtigeren Oger Rechenschaft abzulegen. Aus der Kränkung wurde ein kleines Reich, dessen Grenze die Stollen bildeten.

Gug'rokk ließ sich als Herr der Blutschläger-Sklavenhändler nieder und empfing Eindringlinge auf einem Thron. Die Pose war mehr als Bequemlichkeit. Sie erklärte, dass Arbeit, Feuer und Leben um ihn herum seiner Verfügung unterstanden. Wer bis zu ihm gelangte, hatte aus seiner Sicht nicht Missstände aufgedeckt, sondern Eigentum beschädigt und den natürlichen Abstand zwischen Herr und Ware missachtet.

Elementarmacht aus der Ferne

Der Gouverneur war selbst Elementarist und schleuderte geschmolzenes Gestein. Jeder ungestörte Zauber sammelte weitere Hitze in ihm, bis eine Barrage über alle Gegner brach. Gug'rokk kämpfte wie er regierte: Kleine, wiederholte Vorteile durften wachsen, solange niemand sie rechtzeitig unterbrach.

Gug'rokk rief Schlackeelementare, die langsam zu den Öfen wanderten. Erreichten sie ihr Ziel, wurden sie durch die Flammen gestärkt und bedrohten die ganze Gruppe. Die Öfen waren damit keine stumme Kulisse, sondern Teil seines Herrschaftssystems. Selbst eine Kreatur, die zunächst schwach wirkte, konnte in der richtig vorbereiteten Anlage zur Katastrophe anwachsen.

Crushto, Gog'duh, Magmolatus und Roltall waren gefallen, bevor Gug'rokk selbst starb. Seine minimale Aufsicht hatte ihm Freiheit zur Grausamkeit gegeben, aber auch eine gefährliche Täuschung: Niemand werde je bis zu seinem Thron vordringen. Der Rand des Imperiums schützte ihn vor Kontrolle aus Hochfels, nicht vor den Menschen, die seine Mine und ihre Gefangenen zurückforderten.