Vom bedrohten Hyjal in Ragnaros' Reich
Der Angriff auf Hyjal konnte nicht allein am Weltenbaum aufgehalten werden. Solange Ragnaros in den Feuerlanden neue Truppen sammelte, blieb jeder Sieg auf Azeroth vorläufig. Malfurion Sturmgrimm und die Wächter des Hyjal beschlossen deshalb, den Krieg durch das Portal zu tragen. Auf der anderen Seite wartete keine eroberte Festung, sondern eine Ebene aus Lava, Asche und überhitzter Luft, in der nahezu jede Kreatur dem Feuerlord diente.
Die ersten Truppen errichteten einen schmalen Brückenkopf. Malfurions Bresche wurde zum Ausgangspunkt des Feldzugs. Der Name beschrieb die Lage treffend: Die Verteidiger hatten keine sichere Grenze gewonnen, sondern lediglich einen Riss in Ragnaros' Herrschaft geöffnet. Jeder Nachschub musste durch das Portal kommen, jede Stellung gegen Feuerlementare, Flammenwachen und Druiden der Flamme behauptet werden.
Zwei Wege durch die Feuerlande
Kommandant Jarod Schattensang koordinierte den Feldzug. Er hatte bereits im Krieg der Ahnen sehr unterschiedliche Völker gegen die Brennende Legion zusammengeführt. Nun musste er erneut Gruppen verbinden, deren Fähigkeiten sich ergänzten. Die Druiden der Kralle griffen aus der Luft an und kämpften um die Feuerfalken und Höhen der Region. Die Schattenwächter bewegten sich verdeckt durch Ragnaros' Gebiet, befreiten Gefangene und schwächten seine Diener aus dem Hinterhalt.
Die Entscheidung, welche Verbündeten zuerst verstärkt wurden, veränderte den Weg durch die Front, nicht aber das gemeinsame Ziel. Aus einem provisorischen Lager entstanden weitere Stellungen. Ein neuer Mondbrunnen brachte Wasser und einen sichtbaren Rest Hyjals in die Feuerlande. Der wachsende Baum an Malfurions Bresche war mehr als Schmuck. In einem Reich, das alles Lebendige verbrennen wollte, bewies er, dass Leben selbst dort Wurzeln schlagen konnte.
Der Weg zu Ragnaros
Die Geschmolzene Front schwächte Ragnaros' äußere Verteidigung und machte den Angriff auf die eigentlichen Feuerlande möglich. Von dort führte der Feldzug weiter zu den mächtigsten Dienern des Feuerlords und schließlich nach Sulfuron. Erst in seinem eigenen Reich konnte Ragnaros endgültig besiegt werden. Eine bloße Niederlage auf Azeroth hätte ihn erneut in die Elementarebene zurückgeworfen und ihm Zeit für einen weiteren Angriff gegeben.
Nach dem Sieg blieb die Geschmolzene Front als Zeugnis des Gegenangriffs bestehen. Hyjal war nicht gerettet worden, weil seine Verteidiger nur lange genug ausgeharrt hatten. Sie mussten die Sicherheit des Weltenbaums verlassen, in ein feindliches Reich eindringen und dort Schritt für Schritt Raum schaffen. Die Front erzählt deshalb von einem Krieg, in dem Schutz schließlich bedeutete, die Quelle des Angriffs aufzusuchen, statt immer nur auf das nächste Feuer zu warten.