Aus den Trümmern K'areshs
Fraktillus wurde nicht in einer Werkstatt zusammengesetzt und nicht von Naazindhri an einen neuen Körper gebunden. Das Wesen entstand aus der Ödnis selbst: aus Felsen, schneidendem Sand und Glas, das unter den gewaltigen Kräften auf K'aresh gehärtet worden war. Die verwundete Landschaft hatte eine Gestalt hervorgebracht, die ihre Härte und ihre Gewalt in sich trug.
Damit unterschied sich Fraktillus von den Dienern im Inneren der Manaschmiede. Die Schattenwache hatte viele ihrer Verteidiger geplant, gezüchtet oder versklavt. Fraktillus gehörte zur Welt, die sie ausbeutete. Seine Nähe zur Schmiede machte ihn dennoch zu einem Schutzwall zwischen den Eindringlingen und Salhadaars letztem Rückzugsraum.
Eine Landschaft, die zurückschlägt
Der Untergang K'areshs hatte nicht nur seine Städte und Völker verändert. Dimensius' Angriff hatte die Oberfläche selbst zerrissen, Materie verwandelt und Energie in Gestein und Sand zurückgelassen. Fraktillus gab dieser Veränderung Bewegung. In ihm war die Ödnis nicht länger ein stilles Mahnmal, sondern eine Kraft, die jeden Eindringling zerschneiden und unter sich begraben konnte.
Dass die Schattenwache hinter einem solchen Wesen Schutz fand, war eine weitere Verdrehung ihrer eigenen Geschichte. Sie benutzte die Folgen von Dimensius' Verwüstung, um seine Wiederkehr zu sichern. Die Wunden K'areshs verteidigten dadurch unfreiwillig denjenigen, der sie geschlagen hatte.
Der Weg durch Glas und Sand
Nach den Seelenjägern blieb Fraktillus als gewaltige Grenze in der Ödnis zurück. Hinter ihm lagen Salhadaar und die letzte Vorbereitung auf Dimensius. Wer die Manaschmiede aufhalten wollte, musste daher nicht nur ihre Maschinen und Diener überwinden, sondern die verwandelte Welt selbst.
Der Kampf gegen Fraktillus zeigte, dass die Zerstörung K'areshs nicht abgeschlossen war. Sie wirkte in seinen Elementen weiter und konnte neue Wesen hervorbringen. Die Rettung der verbliebenen K'areshi bedeutete deshalb mehr, als einen einzelnen Leerenfürsten zu besiegen. Auch die Welt, die er zurückließ, musste erst wieder ein Ort werden, an dem Leben nicht nur als Folge einer Katastrophe existierte.
Die Ödnis gibt den Weg frei
Als Fraktillus zerbrach, verlor die Ödnis ihren mächtigsten unmittelbaren Wächter. Der Weg zum Nexuskönig war offen. Zugleich zerfiel ein Körper, in dem Fels, Glas und kosmische Gewalt zu einer neuen, gefährlichen Ordnung zusammengewachsen waren.
Fraktillus hatte keine Intrige begonnen und kein Volk verraten. Seine Bedeutung lag darin, dass er die Geschichte K'areshs körperlich machte. Der Planet war nicht bloß eine Kulisse für Salhadaars Plan. Seine zerstörte Materie hatte sich verändert, erinnerte an Dimensius und stellte sich jedem entgegen, der das Herz der Verwüstung erreichen wollte.