Ein Hafen für die Wüste
Tanaris besaß große Küsten, aber nur wenige sichere Häfen. Goblins des Dampfdruckkartells errichteten Dampfdruckpier nordöstlich von Gadgetzan. Schiffe brachten Waren, Reisende und Nachrichten, die anschließend über Karawanenstraßen in die Wüste und weiter nach Kalimdor verteilt wurden.
Der Hafen war offiziell neutral. Händler fragten weniger nach Herkunft und Banner als nach Preis und Risiko. Gerade deshalb begegneten sich dort Angehörige von Horde und Allianz, Piraten, Schatzsucher und Abenteurer, ohne dass aus jedem Treffen sofort eine offene Schlacht wurde.
Handel unter dem Druck der Piraten
Neutralität schützte den Ort nicht vor Gewalt. Südmeerpiraten bedrohten die Schifffahrt, plünderten Lieferungen und nutzten abgelegene Buchten. Die Goblins mussten Wachen bezahlen, Kapitäne anwerben und gefährliche Geschäfte eingehen, um die Verbindung zu Gadgetzan aufrechtzuerhalten.
Dampfdruckpier war dadurch kein friedlicher Marktplatz, sondern ein berechneter Kompromiss. Der Handel funktionierte, weil genügend Beteiligte ein Interesse daran hatten, den Hafen nicht vollständig in die Hände der Piraten oder einer Fraktion fallen zu lassen.
Als das Meer die Wüste erreicht
Der Kataklysmus hob und senkte Küsten, ließ Wasser in bisher trockenes Land eindringen und veränderte Tanaris. Teile des alten Hafens wurden überflutet oder von der neuen Küstenlinie verschluckt. Gadgetzan gewann direkten Zugang zum Meer, und Dampfdruckpier verlor seine frühere Stellung.
Der Ort zeigt, wie eng Goblinstädte an Wege und Märkte gebunden sind. Dampfdruckpier bestand nicht wegen heiliger Tradition oder dynastischer Ansprüche, sondern weil seine Lage nützlich war. Als sich diese Lage änderte, verlagerte sich auch der Handel.