Der Weg nach Die Violette Festung
Die Violette Festung war Dalarans Gefängnis für Wesen, die gewöhnliche Mauern nicht halten konnten. Während des Nexuskriegs schlich Cyanigosa in Elfengestalt hinein und öffnete Portale für Malygos' Truppen. Jede gebrochene Zelle machte einen alten Fehler, ein gefangenes Verbrechen oder eine kaum beherrschte Macht zum Teil ihres Angriffs auf die Magierstadt. In Cyanigosa erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Malygos wählte Cyanigosa, weil ihre Treue keinen Zweifel kannte. Sie wich nicht zurück, als sein Schmerz in Wahnsinn überging. Sie widersprach nicht, als er Azeroths Leylinien an sich riss. Für sie war die Entscheidung des Aspekts bereits Rechtfertigung genug, selbst wenn der Weg zur arkanen Ordnung über die Auslöschung einer ganzen Magierstadt führte.
Die Magierin am Gefängnistor
Cyanigosa kam nicht als Drache über Dalarans Mauern. Sie nahm Elfengestalt an und schlich sich in die Violette Festung. Muradin Bronzebart erkannte darin ihre besondere Gefahr: rohe Macht ließ sich an einem Drachenhimmel sehen, List stand bereits neben der Tür, bevor jemand wusste, dass die Belagerung begonnen hatte.
In der Festung öffnete Cyanigosa Portale und ließ Malygos' Truppen Gefangene befreien. Sie musste Erekem, Ichoron, Lavanthor, Moragg, Xevozz oder Zuramat nicht dauerhaft kontrollieren. Jeder besaß eigene Gründe, Dalaran zu hassen oder einfach zu zerstören. Die blaue Drachin machte aus den Entscheidungen früherer Kerkermeister einen Vorrat für den gegenwärtigen Krieg.
Ein Angriff in achtzehn Wellen
Die Verteidiger mussten Portal um Portal schließen, während Wächter, Hauptmänner und zwei zufällig freigelassene Gefangene angriffen. Cyanigosa ließ die Stadt nicht gegen eine einzige Armee kämpfen. Sie zwang sie, ihre ganze Gefängnisgeschichte in schneller Folge zu überleben. Jede Welle verbrauchte Kraft, bevor die eigentliche Befehlshaberin erschien.
Am Ende trat Cyanigosa in ihrer wahren Gestalt hervor. Sie zog alle Gegner mit arkanem Vakuum an sich, zerstörte Mana, ließ Blizzard fallen und richtete unkontrollierte Energie nach vorn. Schwanz und Atem machten auch die sichere Position hinter oder vor ihr gefährlich. Die List war vorbei, doch sie hatte ihren Zweck erfüllt: Dalaran begegnete dem Drachen erst erschöpft.
Der Stab der Täuschung
Cyanigosas Stab erinnerte an die Methode ihres Angriffs. Täuschung war für sie keine Schwäche gegenüber offener Drachenmacht, sondern deren Vorbereitung. Als sie fiel, verlor Malygos seine gefährlichste unmittelbare Waffe gegen Dalaran. Die Stadt blieb bestehen, weil ihre Verteidiger nicht nur den Drachen besiegten, sondern auch die eigenen alten Entscheidungen überlebten, die sie aus jeder geöffneten Zelle ansprangen.