Ehre und StärkeBlackmoore
Lavanthor
Bosse

Lavanthor

Lavanthor war ein zweiköpfiger Kernhund, den Dalarans Magier einsperrten, um seinen Blutdurst zu stoppen. Jahre der Isolation machten ihn nicht ruhiger. Cyanigosa öffnete seine Zelle und verwandelte das lange gestaute Inferno in eine Waffe gegen die Festung.

Der Weg nach Die Violette Festung

Die Violette Festung war Dalarans Gefängnis für Wesen, die gewöhnliche Mauern nicht halten konnten. Während des Nexuskriegs schlich Cyanigosa in Elfengestalt hinein und öffnete Portale für Malygos' Truppen. Jede gebrochene Zelle machte einen alten Fehler, ein gefangenes Verbrechen oder eine kaum beherrschte Macht zum Teil ihres Angriffs auf die Magierstadt. In Lavanthor erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.

Kernhunde sind keine gewöhnlichen Tiere. Feuer läuft durch ihre Körper, und zwei Köpfe richten Hunger und Aufmerksamkeit in mehrere Richtungen zugleich. Lavanthor trug diese Natur bis in Dalarans Untergrund. Wo er sich bewegte, war selbst Stein nur vorübergehender Abstand zu einem neuen Brand.

Eingesperrt gegen den Blutdurst

Die Magier der Stadt hielten Lavanthor fest, weil sein Durst nach Blut nicht nachließ. Eine Tötung erschien ihnen vielleicht unmöglich, gefährlicher als Haft oder als Verlust eines Wesens, das noch untersucht werden konnte. So wurde die Zelle zur praktischen Antwort auf eine Frage, für die niemand eine Heilung fand.

Isolation nimmt einer Bestie ihre Opfer, aber sie erklärt ihr nicht, warum die Welt plötzlich aus Wänden besteht. Lavanthors Temperament wurde durch die Jahre nicht besser. Jeder Tag staute Bewegung, Hunger und Feuer hinter derselben Barriere. Das Gefängnis hielt die Gefahr auf, ohne sie zu verändern.

Cyanigosa entfesselt die Hitze

Als Cyanigosa die Zellen für ihren Angriff nutzte, passte Lavanthor vollkommen in den Plan. Der Kernhund brauchte keine ideologische Treue zu Malygos. Eine offene Tür und lebende Ziele genügten. Die blaue Drachin setzte kalte Berechnung ein, um ein Inferno freizulassen, dessen genaue Richtung nur für den ersten Augenblick kontrollierbar war.

Lavanthor spie Bolzen, Atem und Lavabomben. Seine ätzende Hitze verletzte alle in der Nähe, erhöhte aber zugleich die Feuerschäden, die er selbst erlitt. Das Inferno fraß an seiner eigenen Widerstandskraft. Je stärker die Flammen den Raum bestimmten, desto mehr öffneten sie einen Weg, auf dem Feuer gegen Feuer wirken konnte.

Das Ende einer aufbewahrten Gefahr

Lavanthors Fall war weder die Bestrafung eines Verräters noch der Sieg über einen Feldherrn. Er beendete eine Gefahr, die Dalaran jahrelang verwahrt und Cyanigosa im richtigen Augenblick benutzt hatte. Die Stadt überlebte, doch die Zelle stellte eine unbequeme Frage: Wie viele Katastrophen bleiben gefährlich, weil Einsperren leichter war als eine endgültige Antwort?