Ehre und StärkeBlackmoore
Coren Düsterbräu
Bosse

Coren Düsterbräu

Coren drängte sich in den ersten Brauwettbewerb zwischen Chen Sturmbräu und Grimbooze Donnerbräu, erhielt nur zwei Stimmen und griff aus verletztem Stolz an. Seit Chen ihn in ein offenes Fass schleuderte, überfällt Coren mit seinen Helfern jedes Jahr das Braufest.

Der Weg nach Schwarzfelstiefen

Die Schwarzfelstiefen bilden das Herz der Schattenseite, jener gewaltigen Stadt, die der Dunkeleisenklan tief im Schwarzfels errichtete. Nach der Beschwörung Ragnaros' lebten die Zwerge zwischen eigener Krone und dem Zwang des Feuerfürsten. Gefängnisse, Arena, Manufaktur, Schenke, Gruft und imperialer Sitz lagen nicht wie getrennte Verliese nebeneinander, sondern wie Organe eines Reiches: Jeder Raum hielt die Herrschaft Dagrans am Leben und zeigte zugleich, welchen Preis sein Volk für Macht, Stolz und die Hoffnung auf Freiheit bezahlte. In Coren Düsterbräu erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.

Das erste Braufest begann als Wettstreit zwischen Chen Sturmbräu und Grimbooze Donnerbräu. Beide wollten zeigen, wessen Bier die Gäste überzeugte, und beide lagen in den Stimmen beinahe gleichauf. Coren Düsterbräu verlangte, ebenfalls teilzunehmen. Er kämpfte und jammerte sich in einen Wettbewerb, der ihn nicht eingeladen hatte, weil er Anerkennung nicht als Urteil anderer, sondern als etwas betrachtete, das ihm zustand.

Zwei Stimmen

Corens Gebräu erhielt nur zwei Stimmen. Eine gab er sich selbst; die andere kam von Chen aus Mitleid. Für einen Brauer, der unbedingt als ebenbürtig gelten wollte, war die freundliche Stimme womöglich schlimmer als keine. Sie bestätigte nicht die Qualität, sondern machte öffentlich, dass selbst ein Konkurrent ihn nur vor vollständiger Demütigung bewahren wollte.

Coren reagierte mit Gewalt. Chen schlug ihn zurück, schleuderte ihn durch die Luft und ließ ihn in einem offenen Fass landen. Durchnässt stieg Düsterbräu wieder heraus und zog wütend davon. Der Augenblick hätte eine komische Niederlage bleiben können. Coren machte ihn stattdessen zum Ursprung einer Fehde, die jedes Jahr neue Menschen traf, die am damaligen Urteil gar nicht beteiligt gewesen waren.

Ein jährlicher Krieg gegen das Fest

Seit jenem Tag griff Coren das Braufest mit seinen Dunkeleisenhelfern immer wieder an. Bohrmaschinen brachen aus dem Boden, Schläger stürmten die Feier, und das Bierfest wurde zur Bühne eines alten Grolls. Coren kämpfte nicht darum, noch einmal fair bewertet zu werden. Er wollte eine Feier bestrafen, die sich an seine Niederlage erinnerte, indem sie ohne seine Zustimmung weiterbestand.

Sein späteres Düsterbräu galt durchaus als ausgezeichnet. Corens Problem war nicht fehlende Fähigkeit, sondern die Unfähigkeit, Kritik auszuhalten. Den letzten Menschen, der sein Bier beleidigte, ließ er an schreckliche Eber verfüttern. Ein besseres Gebräu hatte den verletzten Stolz nicht geheilt. Erfolg gab ihm nur mehr Macht, jede abweichende Meinung zu bestrafen.

Der Kodo und der Druide

Zu seinen stolzesten Erinnerungen gehörte der Gewinn eines großen Braufestkodos. Er hatte einen Tauren-Druiden unter den Tisch getrunken, obwohl dieser in Bärengestalt antrat. Diese Leistung zeigt, dass Coren sehr wohl echte Geschichten hätte sammeln können, die Bewunderung verdienten. Doch selbst der Sieg reichte nicht, den einen verlorenen Wettbewerb loszulassen.

Während des Braufests wartete Coren im Grimmigen Säufer, umgeben von Verwandten, Schankmaiden und immer neuen Verstärkungen aus Bohrmaschinen. Wer ihn herausforderte, machte aus der tiefen Dunkeleisenschenke einen Ableger des Festkriegs. Seine jährliche Niederlage beendete den Angriff für eine Zeit. Im nächsten Jahr kehrte derselbe Groll zurück, weil Coren lieber einen ganzen Feiertag wiederholte, als eine einzige demütigende Stimme anzunehmen.