Ehre und StärkeBlackmoore
Bronjahm
Bosse

Bronjahm

Bronjahm, der Pate der Seelen, diente dem Kult der Verdammten seit dessen frühen Tagen. Kel'Thuzad selbst lehrte ihn, Seelen nicht als Erinnerung an ein Leben, sondern als Rohstoff zu betrachten. In der Seelenschmiede beaufsichtigte er Arthas' Mahlwerke, riss Fragmente aus Eindringlingen und verfütterte sie an eine Industrie, die selbst den Tod vollständig verwerten wollte.

Der Weg nach Die Seelenschmiede

Die Seelenschmiede war der erste verborgene Zugang tief in die Eiskronenzitadelle. In ihren Maschinen wurden gefangene Seelen zermahlen, getrennt und als Energie für die Kriegsindustrie der Geißel verbraucht. Jaina Prachtmeer und Sylvanas Windläufer führten getrennte Angriffsgruppen durch denselben Albtraum: Die eine suchte noch den Rest des Menschen Arthas, die andere den sichersten Weg, ihren Peiniger endgültig zu vernichten. In Bronjahm erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.

Bronjahm gehörte dem Kult der Verdammten an, als dessen Versprechen noch heimlich unter den Lebenden verbreitet wurden. Kel'Thuzad brachte ihm bei, welchen Wert eine Seele für Nekromantie, Maschinen und Herrschaft besaß. Diese Lehre nahm einem Menschen mehr als das Leben. Sie reduzierte alles, was Erinnerung, Liebe und eigener Wille gewesen war, auf die Frage, wie viel Kraft daraus gewonnen werden konnte.

Vorarbeiter an Arthas' Mahlwerken

In der Seelenschmiede wurde Bronjahm zum Aufseher der großen Maschinen. Er patrouillierte zwischen den Anlagen und sorgte dafür, dass keine Unterbrechung den Betrieb störte. Sein Rang als Pate der Seelen bezeichnete keine Fürsorge. Er war der Mann, der über den Weg der Gefangenen in das Mahlwerk wachte und jeden Widerstand in neuen Brennstoff verwandeln konnte.

Bronjahm verdarb die Seele eines Gegners und riss ein Fragment daraus hervor. Das Bruchstück kroch zu ihm zurück; erreichte es den Nekromanten, verschlang er es und heilte seine Wunden. Die Gruppe musste nicht nur einen sichtbaren Feind bekämpfen. Sie musste verhindern, dass ein Teil des eigenen Gefährten in dessen Macht verschwand.

Magie wird zur zusätzlichen Wunde

Sein Bann der Magie traf Menschen umso härter, je größer ihr Manavorrat war. Ausbildung und arkane Begabung, die sonst Schutz und Handlungsmöglichkeiten gaben, vergrößerten den Schlag. Bronjahm verstand den Wert von Seelen, weil er jede innere Kraft als Ansatzpunkt für Ausbeutung betrachtete.

Als seine Niederlage näherkam, versetzte Bronjahm sich in die Mitte und rief einen kreisenden Sturm gequälter Seelen. Am äußeren Rand zerriss der Wirbel jeden, während nur die enge Nähe zum Aufseher Schutz bot. Furcht sollte einzelne Kämpfer aus diesem sicheren Auge treiben. Die Seelen, die er verwaltet hatte, wurden noch im Aufruhr gegen ihre möglichen Befreier gerichtet.

Die Maschinen verlieren ihren Aufseher

Bronjahms Tod schwächte den Betrieb und öffnete den Weg zum Verschlinger. Er befreite jedoch nicht automatisch jede Seele, die bereits zermahlen worden war. Später wurde selbst Bronjahm beim Wiederaufleben der Geißel erneut erhoben. Der Aufseher, der andere zu wiederverwendbarem Material gemacht hatte, erfuhr damit dieselbe Ordnung am eigenen Leib: Für die Mächte des Todes war auch sein Fall nur eine vorübergehende Unterbrechung der Verwertung.