Ehre und StärkeBlackmoore
Baelgrim
Charakter

Baelgrim

Baelgrim war Sturmwart und Anführer der Sturmreiter von Dornogal. Seine Treue zu den titanischen Edikten trennte ihn von Adelgonn; im Krieg gegen die Neruber entschied er schließlich selbst, wem seine Pflicht wirklich galt.

Der erste Sturmwart

Baelgrim gehörte zu den vier Irdenen, die als Warten über Dornogal und seine Aufgaben wachten. Als Sturmwart führte er die Sturmreiter, Krieger auf mächtigen Sturmkrähen. Er kannte die Tiere nicht nur als Reittiere. Zwischen Reiter und Sturmkrähe entstand Vertrauen, das sich nicht durch ein Edikt erzwingen ließ. Seine eigene Gefährtin Zarein begleitete ihn durch lange Jahre des Dienstes.

Baelgrim glaubte dennoch fest an die titanische Ordnung. Für ihn hatten die Edikte sein Volk durch Zeitalter geführt und Khaz Algar geschützt. Wer sie aufgab, riskierte nicht nur persönliche Freiheit, sondern die Sicherheit aller. Diese Überzeugung machte ihn zuverlässig, stolz und oft unnachgiebig.

Der Streit mit Adelgonn

Adelgonn war Baelgrims Freundin und Rivalin. Als sie ihre Stellung als Steinwartin niederlegte und die Ungebundenen anführte, empfand er ihren Schritt als Verrat. Er verweigerte Freywold den Schutz Dornogals und hielt daran fest, dass ein Volk ohne gemeinsame Aufgabe auseinanderbrechen müsse. Adelgonn sah in seiner Haltung dagegen eine Angst, die sich als Pflicht verkleidete.

Beide kannten einander gut genug, um die Schwächen der Gegenseite zu treffen. Ihr Konflikt dauerte an, weil keiner leichtfertig handelte. Baelgrim wollte Macht und Schutz nicht aufgeben, solange er die Folgen nicht kannte. Adelgonn wollte nicht weiter gehorchen, nur weil ihre Schöpfer einst etwas angeordnet hatten. Der Streit teilte nicht nur zwei Personen, sondern die Irdenen selbst.

Der Angriff auf die Insel von Dorn

Als Neruber Khaz Algar angriffen und Dalaran abstürzte, versuchte Baelgrim zunächst, Ordnung wiederherzustellen. Der zerstörte Kernweg und die Angriffe auf Siedlungen zeigten jedoch, dass die alten Abläufe nicht ausreichten. Fremde von der Oberfläche kämpften an seiner Seite, während die Ungebundenen halfen, obwohl Dornogal sie so lange ausgeschlossen hatte.

Baelgrim und Adelgonn fanden im gemeinsamen Kampf wieder zueinander. Die Versöhnung löschte ihren Streit nicht aus. Sie beruhte auf der Erkenntnis, dass beide ihr Volk schützen wollten. Baelgrim begann zu verstehen, dass Treue ihren Wert verlor, wenn sie wichtiger wurde als jene Menschen, denen sie dienen sollte.

Der Verrat unter den Sturmreitern

Die Neruber hatten auch die Sturmreiter getroffen. Gorren verriet den Orden und lieferte Kämpfer einer verderbenden Macht aus. Viele Sturmkrähen und Reiter gingen verloren. Für Baelgrim war das eine doppelte Wunde: Seine militärische Familie zerbrach, und ein Mitglied des Ordens hatte den Schutzauftrag selbst gegen die Gemeinschaft gewendet.

Baelgrim verfolgte die Spur bis zur Glutbräu-Metbrauerei, wo die Königinnenwache Zirix den Angriff fortsetzte. Dort wurde deutlich, dass ein gewöhnlicher Sieg nicht mehr möglich war. Die Gefahr bedrohte Dornogal und Freywold gleichermaßen. Der Sturmwart musste entscheiden, ob er weiter nur den Buchstaben seiner Pflicht verteidigte oder die Menschen, für die diese Pflicht einst geschaffen worden war.

Ein Opfer aus freiem Willen

Baelgrim opferte sich, um Zirix zu töten und die übrigen Irdenen zu retten. Zarein wurde dabei aus der Gefangenschaft befreit. Seine letzte Handlung war weder blinder Gehorsam noch eine Absage an jede Pflicht. Er entschied selbst, dass das Leben seines Volkes wichtiger war als sein Amt und die Trennung zwischen Gebundenen und Ungebundenen.

Für Adelgonn und Dornogal wurde sein Tod zu einem Wendepunkt. Baelgrim hatte lange geglaubt, Freiheit gefährde die Ordnung. Am Ende bewies gerade eine freie Entscheidung die tiefste Form seiner Verantwortung. Die Sturmreiter verloren ihren Anführer, doch sein Opfer half ihnen, eine neue Zukunft zu beginnen, in der Bindung nicht mehr dasselbe wie Unterwerfung bedeutete.