Die Patrouille im inneren Ring
Auriaya bewachte keinen festen Thron. Sie bewegte sich durch die Gänge Ulduars und führte große katzenartige Sanktumwachposten mit sich. Diese Aufgabe machte sie zur lebenden Patrouille zwischen den Bereichen der Hüter. Wer Kologarn überwunden hatte, konnte ihr in den Hallen unvermittelt begegnen.
Wie bei mehreren titanischen Dienern ist über Auriayas Leben außerhalb dieser Pflicht wenig bekannt. Ihre Stellung, ihre Ausrüstung und ihre Begleiter weisen sie als hochrangige Wächterin aus, nicht als zufälliges Tier der Anlage.
Die Hüterin und ihre Wachposten
Auriayas Verteidigung beruhte auf dem Zusammenspiel mit ihren Begleitern. Die Wachposten sprangen gemeinsam auf Eindringlinge, während sie selbst Furcht und Schall gegen die Gruppe einsetzte. Später erschien ein wilder Verteidiger, der mehrfach zurückkehren konnte. Die Halle wirkte dadurch wie ein Jagdrevier, in dem jeder unbedachte Schritt bestraft wurde.
Auriaya wird nicht als große Verschwörerin gegen Azeroth beschrieben. Sie blieb auf ihrem Posten, obwohl Ulduars ursprüngliche Führung zerfallen war. Das stellt sie neben viele tragische Gegner der Anlage: Ihre Pflicht bestand fort, während der Sinn dieser Pflicht durch Lokens Verrat und Yogg-Sarons Flüstern verdreht worden war.
Vor den Hallen der Hüter
Mit Auriayas Niederlage war der Weg zu Hodir, Thorim, Freya und Mimiron frei. Diese vier mussten nicht einfach getötet, sondern aus dem Einfluss des Alten Gottes gelöst werden. Auriaya markierte die letzte Schwelle zwischen den äußeren Verteidigern und den eigentlichen Herren Ulduars.