Ehre und StärkeBlackmoore
Ahnenstätte
Welt

Ahnenstätte

Die Ahnenstätte westlich von Oshu'gun ist ein Begräbnisplatz des Kriegshymnenclans. Unter dem Schädel eines uralten Erdriesen begegnen die Lebenden ihren Toten, darunter Golmash Höllschrei, dessen Erwartungen noch auf seinem Sohn Grommash lasten.

Ein Friedhof unter dem Blick eines Riesen

Westlich von Oshu'gun liegt eine felsige Insel, auf der der Kriegshymnenclan seine Toten bestattete. Über den Gräbern erhebt sich der Schädel eines Erdriesen, eines jener gewaltigen Nachkommen Gronds, die bereits durch Draenor zogen, lange bevor die Orcclans ihre Namen trugen. Für die Kriegshymne war dieser Ort kein stiller Rand ihres Landes. Hier lagen die Ahnen, deren Taten in Liedern weitergegeben wurden und an deren Urteil sich die Lebenden maßen.

Orcische Ahnenverehrung beruhte nicht nur auf Erinnerung. Schamanen konnten die Geister der Verstorbenen hören, um Rat bitten und manchmal unmittelbar mit ihnen sprechen. Tod bedeutete deshalb keine vollständige Trennung von Familie und Clan. Ein Hüllenfeuer, ein Name auf einem Stein oder eine überlieferte Waffe verbanden die Gegenwart mit jenen, die zuvor Verantwortung getragen hatten. An der Ahnenstätte wurde diese Nähe besonders spürbar, denn die Geister hielten sich zwischen den Gräbern und den zerklüfteten Felsen auf.

Golmash Höllschrei und das Erbe seines Sohnes

Unter den Toten befand sich Golmash Höllschrei, der Vater von Grommash. Golmash hatte den Kriegshymnenclan vor seinem Sohn geführt. Sein Geist bewahrte den Stolz eines Höllschreis und die Erwartung, dass Stärke nicht nur im Kampf, sondern in der Verantwortung für den Clan bewiesen werden müsse. Grommash lebte daher nie nur unter dem Blick seiner Krieger. Auch die Erinnerung an den Vater begleitete jede Entscheidung, mit der er die Zukunft der Kriegshymne bestimmen wollte.

Als Garrosh Höllschrei auf dem alternativen Draenor erschien, trafen an diesem Familiennamen mehrere Generationen aufeinander. Garrosh war Grommashs Sohn aus einer anderen Zeitlinie, verschwieg seinem Vater jedoch zunächst die ganze Wahrheit. Er zeigte ihm eine Zukunft, in der die Orcs durch Dämonenblut versklavt und schließlich besiegt worden waren, und lenkte seinen Stolz gegen Gul'dans Angebot. Die Ahnenstätte erinnert daran, dass Garrosh nicht in eine geschichtslose Welt kam. Er stellte seine eigene Deutung zwischen Grommash und dessen Vorfahren und machte aus familiärer Erinnerung ein Werkzeug seiner Politik.

Die Toten in einer veränderten Zeitlinie

Die alternative Vergangenheit war keine genaue Kopie der bekannten Geschichte. Dennoch blieben die Traditionen des Kriegshymnenclans und die Bindung an seine Ahnen erhalten. Während die Eiserne Horde Stahlwerke, Belagerungsmaschinen und neue Waffen baute, lagen ihre ältesten Maßstäbe weiterhin an Orten wie diesem. Darin zeigte sich ein Widerspruch: Garrosh versprach den Orcs eine Zukunft ohne dämonische Knechtschaft, führte sie aber zugleich in einen Eroberungskrieg, über dessen Preis die Toten nicht befragt worden waren.

Nach dem Zerfall des ursprünglichen Draenor blieb auch in der Scherbenwelt eine Ahnenstätte bei Oshu'gun bestehen. Dort fanden gefallene Orcs ihre letzte Ruhe; nach seinem Tod auf der Eiskronenzitadelle wurde auch Dranosh Saurfang dorthin gebracht. Beide Orte tragen denselben Gedanken über verschiedene Zeitlinien hinweg: Ein Orc kehrt im Tod nicht nur zu einem Stück Erde zurück, sondern in die Gemeinschaft jener, deren Entscheidungen den Clan bereits geprägt haben.